322 Lympurgia
Als einzige noch lebende Tochter der Moguntia existiert Lympurgia nun seit 58 Jahrungen. Unser
kleines Reych beweist, dass es zäh und haltbar ist, obwohl Goschelbauer bei der Sanktion wenig
Hoffnung für unsere Zukunft hatte. Mit den Worten: „Mephisto, Ihr geht einen schweren Gang!” hat
er bei unseren Altvorderen einen Nerv getroffen, der dazu führte für das Reych alles nur erdenkliche
zu tun, damit es die Zeit überdauert und wächst und gedeiht.
Nach wie vor ist es Ziel unsere Sassenzahl dauerhaft über die Marke von 30 Mitgliedern zu bringen.
Immer wenn wir kurz davor waren, oder es sogar mal geschafft haben, hat uns Oho wieder einen
Strich durch die Rechnung gemacht. Doch: „Wir arbeiten daran!”
Die letzten 25 Jahre um die es ja nun im Besonderen geht, waren durch viele Ereignisse und na-
türlich viele liebe Freunde besonders geprägt. Sassen wie Texus, Mephisto, Lachfex und Fexalozzi
beeinflussten als Oberschlaraffen den Stil unseres Reyches in ganz besonderer Art und Weise. Ihrer
großartigen Funktion und Herzlichkeit ist es zu verdanken, dass unser Reych immer in den Genuss
vieler Einritte kam.
Auch Freunde wie Don Casso, Wiwo, Oh-Aha, Koala, Romano, Up-Up, Fast und Gero haben in
Ihrer einzigartigen Weise für das Reych gewirkt. Sei es in Form eines wunderbaren Thrones, der die
Ritterarbeit des Rt Romano war, oder auch durch unzählige Ausritte oder in Funktion einer Wahl-
würde. Dem Rt Wiwo verdanken wir unsere Burg im Haus der Loge, in der wir inzwischen mehr als
25 Jahre sippen.
Das Lympurgia eine gewisse Kontinuität besitzt, zeigt auch die Tatsache, dass Rt Naviokrates seit
inzwischen 25 Jahren und Rt Smarty seit 20 Jahren als Oberschlaraffen die Geschicke des Reyches
leiten. Der Rt Secunda-Nota nimmt als Erbkanzler und Marschall des Reyches auch die Funktion
eines Reisemarschalls war, in dem er seit einigen Jahrungen für Lympurgias und befreundete Sas-
sen einmal in der Winterung einen mehrtägigen Ausritt in entfernte Gauen organisiert. Auch unsere
jüngsten Pilger, Knappen und Junker sind davon begeistert und so aufgeregt, dass schon mal ein
Koffer vergessen wird. So angespornt ist denn auch die Junkertafel für die Krystallinen in der Som-
merung verantwortlich.
Dank der immer neuen Ideen werden diese Veranstaltungen gut besucht und begeisterte Sassen
und Tross schwärmen im Nachhinein von gelungenen und schönen Erlebnissen.
Eines der herausragendsten Ereignisse war sicherlich unser 50. Stiftungsfest im großen Saal des
Bürgerhaus Lindenholzhausen. Den für 300 Personen ausgelegten Saal konnten wir bis zum letzten
Platz füllen, was zeigt, dass auch ein kleines Reych Anziehungskraft besitzt. Auch die Teilnahme an
den LSD Turneys an denen die Rtt Fexalozzi, Lapis und Canorum besondere Verdienste erworben
haben, sowie die erste Gemeinschaftssippung der Oranierreyche gehören zu den besonderen Hö-
hepunkten unseres Reyches.
Die größte Änderung im Reych erfolgte wohl a.U. 147 als die im ganzen Uhuversum als Samstags-
reych bekannte Lympurgia, einem Beschluss des Concils zu Lulucerna und dem Wunsch des ASR
folgend, auf einen anderen Wochentag wechselte und ein Freitagsreych wurde. Eine Bewertung der
Folgen dieses Wechsels steht noch aus.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
323 An der Sieg
Am 10.11. a.U. 124 feierte das Reych an der Sieg seinen Reychsgründungstag. Der besondere Clou
war eine Rückschau auf die Glanzfechsungen der Vergangenheit, so wie sie im Goldenen Buch des
Reyches verzeichnet sind. Bereits 4 Monde später, so fanden die Sassen, galt es ein Fest ohne An-
lass zu feiern. Freunde aus den Nachbarreychen und die Burgfrauen bereicherten diesen Festabend.
Am 12. 3. a.U. 127 celebrierte unser Reych seine 1.000 Sippung, ein Grund, eine besinnliche Stunde
einzulegen. Das schlaraffische Jahr 129 sah gleich zweimal die Recken in den Turneyschranken.
Am 11.2.129 waren alle Recken des Uhuversums zum Turney um die Krönchen-Kette geladen, und
desgleichen am 15.12.129 zum Turney um die Funke-Kette.
Die folgende Jahrung verlief ohne besondere Höhepunkte, aber im folgenden Jahr, am 15.3.131 wur-
de das Mäckes-Kessel-Turney ausgetragen. Das war sozusagen eine Vorübung für die am 13.4.132
in der Lympurgia ausgerichtete festliche Gemeinschaftssippung der Oranierreyche. Im Lethemond
der neuen Winterung 132 begab sich ein stattliches Fähnlein unseres Reyches in die Erforda, um
freundschaftliche Kontakte zu knüpfen.
Im Herbst der gleichen Jahrung wurde unser Reych 40 Jahre alt. Das wurde entsprechend am 14.11.
a.U. 132 festlich gefeiert. In dieser Jahrung traf sich zum ersten Male der Convent der Krönchen-
ritter unter ihrem Komtur Rt Aquartus. Am 4.4. a.U. 133 wurde das LSD-Turney erstmalig in der
Sugambria ausgetragen. In der Jahrung 135 fand zum ersten mal die Gemeinschaftssippung der
Gründonnerstagsreyche Hagena, Im Vest und An der Sieg statt.
Am 4.12. a.U. 137 gab es eine Sippung „Kulinarisches in Theorie und Praxis” – ein in der Burg vor
den Sassen celebriertes 8-Gänge-Menü, untermalt mit passenden Fechsungen, hielt die Sassen bis
weit nach Mitternacht fest. Im Windmond 138 war Radio Siegen bei uns zu Gast und sendete „live”
aus der Burg.
In der Folgezeit wurden dann alle Kräfte des Reyches gebündelt, um am 10.11.142 ein prachtvolles
50. Stiftungsfest zu celebrieren. A.U. 143 proklamierte das Reych Peter Paul Rubens zum Ehren-
schlaraffen „Malerfürst”. Im Herbst der gleichen Jahrung ritt eine große Anzahl unserer Sassen zum
50. Gründungsfest des Castellum Noricum.
Der Lenzmond 145 sah die Sassen der Truymannia sowie der Bochumensis sich gewappnet zur
Reychsfehde gegenüberstehen. Ausrichtendes Reych war An der Sieg, das 368 Sassen aus 39 Rey-
chen in der Festburg „Siegerlandhalle” begrüßen konnte. Im Berichtszeitraum fanden immer wie-
der Sommerausritte (mit Burgfrauen) statt, die die Sassen in die unterschiedlichsten Gemarkungen
führten. Ebenfalls zu erwähnen sind die regelmäßig ausgetragenen Turniere um die Romantikkette
und um die Krönchenkette.
In diesen letzten 25 Jahrungen mussten 15 Sassen unseres Reyches ihren letzten Ritt gen Ahalla
antreten. So bleiben uns aus den Anfangsjahren unseres Reyches nur noch 4 Sassen übrig. (Gast-
roletho [2.2.94], Jung-Philo [18.4.96], Marke [7.3.101], Klonk [20.4.105]). Heute zählt unser Reych 31
Ritter; 1 Rt. fahrend, 4 Junker und 2 Knappen = 38 Sassen
Die Herrlichkeiten im Berichtszeitraum waren:
124-125: Sätschmoll, Lucius, Kulturello
125-127:
Sätschmoll, Lucius, Sens
127-129:
Sätschmoll, Sens, Kulturello
129-130:
Sens, Aquartus, Kulturello
130-135:
Aquartus, Lucius, Sens
135-136:
Aquartus, Kulturello, Sens
136-137:
Aquartus, Sätschmoll, Sens
137-138:
Sätschmoll, Sens, Don Bankrotto
138-149:
Unkas, Sens, Don Bankrotto
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