49 Carolsuhu
Nachdem die Carolsuhu am 6. 5. a.U. 124 in vollem Glanz und mit großem Aufwand und Erfolg das
100. Stiftungsfest gefeiert hatte, sippte das Reych in gewohnter Weise fröhlich weiter und konnte
das bekannte Niveau in der Folgezeit beibehalten.
Turneyen um die Faustkette, um die Funkekette, sowie ab a.U. 135 um die Fantasie-Kette und ähn-
liche Wettbewerbe wurden wie in früheren Jahren ausgetragen. Wir gedachten vieler Dichter und
Tonheroen, wie auch anderer Ehrenschlaraffen, und dazu beschlossen wir a.U. 144, drei neue Eh-
renschlaraffen zu erküren, wie ES Gib Gas (Carl Benz) und ES Laufrad (Freiherr Drais von Sauer-
brunn) unter Bezug auf die Region im Einzugsbereich unserer Fidelitasburg, sowie ES Krug der
Zerbrochene (Heinrich von Kleist).
Die von Rt Alabusch ins Leben gerufene Feuerzangenbowlen-Sippung zu Beginn eines jeden Eis-
monds seit a.U. 94 wird seit vielen Jahrungen gemeinsam mit unserer vielgeliebten Tochter Aurelia
Aquensis zelebrieret, sie lockt stets viele weitere Sassen aus nah und fern in die Gemarkungen der
Carolsuhu.
Auch in der Sommerung bietet das Reych ein vielfältiges Programm, wofür die alljährlichen Spargel-
Atzungen, Besichtigungen, Museumsbesuche und natürlich die seit vielen Jahrungen nunmehr all-
monatlich stattfindenden Krystallinen ein beredtes Zeichen sind.
A.U. 133 trat der vorletzte Pragaritter, unser Rt Guckguckchen, im 94. Lebensjahr den Ritt in die
lichten Gefilde Ahallas an. Damit ist einmal wieder ein besonders begeisterter und charismatischer
Schlaraffe von uns gegangen.
A.U. 135 folgte ihm im 84. Lebensjahr unser langjähriger OÄ Rt Treumund (31 Jahrungen war er auf
dem Thron!) auf dem Ritt gen Ahalla nach. Damit hat uns ein weiteres besonders bemerkenswer-
tes Aushängeschild des Reyches verlassen. Ab dieser Zeit erfolgte ein Generationenwechsel, aus
dem als Ergebnis wieder eine Jungritterschar hervorging, die in vielfältiger Weise im Uhuversum
und insunderheit bei den umliegenden Reychen das Fähnlein der Carolsuhu hochhalten und neue
Freundschaften knüpfen konnte.
A.U. 142 mussten wir unsere mit viel Liebe in der Nebeniusstrasse ausgestaltete Burg aufgeben.
Nach vielerlei Bemühungen durch Erbkantzler Piccolino fanden wir bald eine neue und noch schö-
nere, vor allem aber größere Burg. Alles, was uns seinerzeit unser wld Rt Perlicke – ein Allround-
Genie - Bedeutendes zur Ausstattung schuf, besonders das die Stadt Prag darstellende Bild an der
Stirnseite hinter dem hohen Thron, die Gestaltung des Thrones selber sowie viele von ihm gefechs-
te Ritterwappen, konnte wieder einen würdigen und angemessenen Platz erhalten.
In der ersten Sippung zu Beginn der Winterung a.U. 141/142 konnten wir unter großer Teilnahme
der Nachbarreyche den 3000. Uhutag begehen. Derzeit verfügen wir über eine kleine, aber sehr
junge und engagierte Junkertafel, deren weiteres Wachsen, Blühen und Gedeihen dem Uhuversum
und vor allem natürlich unserem Reyche Carolsuhu zur Freude gereichen möge. Am 8.3. a.U. 149
zelebrierte das hohe Reych Carolsuhu sein 125. Stiftungsfest gar feierlich.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
50 Assindia
Die 25 Jahrungen von a.U.125 bis 150 verliefen in einer verhältnismäßig ruhigen Entwicklung des
Reyches mit einigen herausragenden Ereignissen. Die jährlich stattfindenden musikalischen Fest-
sippungen „Gala-Abend der Sänger und Musici” mit Burgfrauen und Gästen wurden wegen der
hervorragenden Darbietungen sehr beliebt und erfreuten sich großen Zuspruchs.
Sie fanden im Städtischen Saalbau, Stadtgarten Essen-Steele und im Saal der Margarethenhöhe
statt. Diese Säle waren fast zu klein, um allen Sassen befreundeter Reyche mit ihrem Tross Platz
zu bieten.
Besonders hervorzuheben ist der 19. Gala-Abend, der gemeinsam mit dem 21. Konzert des All-
schlaraffischen Orchesters am 13.3. a.U.134 in einem festlichen Rahmen in der alten Pädagogischen
Hochschule stattfand.
Ein besonderer Höhepunkt war die 100-Jahr-Feier unseres Reyches am 17.9. a.U.124 im großen Saal
des Städtischen Saalbaues. Angesagt hatten sich 250 Gäste, mit uns feierten dann 500 Freunde mit
Tross aus dem gesamten Uhuversum und erlebten ein großartiges Fest.
Am 16.3.a.U.133 wurde in unserem Reych, gleichzeitig mit der 3. 000 Sippung, der 17. Schlotba-
ron-Kongress im Stadtgarten Essen-Steele unter großer Beteiligung abgehalten. Nach einer über
zweijährigen, intensiven Vorbereitung, konnte unserer Tochter, das h. Reych Dresa florentis, unter
ziemlichen Wehen am 23.3. a.U.135 ihre Gründungsfeier in einem sehr festlichen Rahmen begehen.
In der Festburg - Neue Mensa TU Dresden - waren aus über 110 Reychen 700 Ritter, Junker und
Knappen mit ihrem Tross eingeritten.
Die Stammrolle der Dresa florentis wies zu dieser Zeit bereits 22 Sassen aus. Missliche Umstände
zwangen uns a.U.140 unsere geliebte „Treuburg” aufzugeben. Wir fanden eine neue Burg in den
unteren Gasträumen des AEG-Hauses, direkt am Hauptbahnhof gelegen, in der am 4.3. a.U.140 die
Burgweihe celebriert wurde.
Die wechselnden Sippungen der Nachbar- und Montagsreyche hatten ein starkes Echo und beleb-
ten die schlaraffische Freundschaft. Aus dem 1. Junkertafel-Wettstreit um die „Pro-viel-ius-Kette”
zwischen den Junkertafeln der h. Truymannia und Assindia am 28.11. a.U.143 ging die Junkertafel
der Assindia als Sieger hervor und bei der Verteidigung der Kette in der Jahrung darauf gegen die h.
Glorimontana als 2. Sieger.
Auch die „Blaue-Perle-Wanderung” unter interessierten Junkern und Knappen mit ihrem Tross war
eine beliebte Aktion unserer Junkertafel. Die Assindia sieht ob der herausragenden Leistungen ihrer
jungen Sassen hoffnungsvoll in die Zukunft. Mit Ende der Winterung a.U.147 endeten die Sippun-
gen im ehem. AEG-Haus. Es wurde eine neue Bleibe im Gewölbekeller des Restaurant „Altes Boots-
haus” in Essen-Steele gefunden, um vorerst ungestört weiter sippen zu können.
Am 26.3. a.U.148 erkürte unser Reych den großen deutschen Lyriker, Zeichner und Satiriker Robert
Gernhardt zum Ehrenschlaraffen „Dorlamm vom Wörtersee”.
In dem behandelten Zeitraum verloren wir leider 17 Sassen. Durch den ASR wurden verliehen: Je-
weils 2 x Ursippenorden, Großursippen-Orden und Brillanten zum Großursippen-Orden.
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