Castellum Noricum

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 328 — Castellum Noricum. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

328 Castellum Noricum
Die letzten 25 Jahre im Reychsgeschehen Castellum Noricums waren geprägt von bewährter Tradi-
tion unserer Altvorderen, als auch von der Gestaltungskraft der nachfolgenden Generation. So fand
bald nach der Gründung des „Montag- Reyches” Monte Lunach a.U. 128 die erste Gemeinschafts-
sippung statt, die seither jährlich abwechselnd in 328 und 400 abgehalten wird. A.U. 149 gesellte
sich auch das h. Reych Castellum Erolatium zu dieser Freundschaftssippung dazu, sippen unsere
Freunde doch seit Beginn der Winterung a.U. 149/150 ebenfalls am Montag.
Ein „Knappen- und Junkerturney” fand erstmals a.U. 131 statt, bei dem es die von Rt Unser Fetzerl
gestiftete Junkerkette zu erringen gilt. Beim 40. Stiftungsfest a.U. 133 in der Martiniburg konnten
wir 48 Sassen befreundeter Reyche begrüßen. Unserem Erzschlaraffen Rt Hinko aus dem h. Reych
Grazia wurde der Ehrenhelm verliehen.
A.U. 137 richtete unser Reych die „Freundschaftssippung der steirisch-kärntnerischen Reyche” im
profanen Reichenfels aus. Diese Traditionssippung wurde a.U. 103 von Castellum Noricum ins Le-
ben gerufen und wird nach einer mehrjährigen Pause auf Initiative von ASR Rt Ton DIN seit a.U. 148
weitergeführt. Die 1. „Noricanische Klangwolke” ertönte unter der Leitung von Rt Der Don Fagott
a.U. 141 im Uhuversum. Ab der Jahrung a.U. 142 wurde der „Neujahrsempfang unseres diplomati-
schen Korps” mit Schaumlethe-Labung eingeführt, der sich inzwischen großer Beliebtheit erfreut.
Ein Höhepunkt war a.U. 143 das 50. Stiftungsfest. 178 Sassen aus 38 Reychen gaben uns im Festsaal
des Judenburger Veranstaltungszentrums die Ehre ihres Einrittes. Am Vortag dieses Festes wurde
die seit a.U. 94 bestehende Freundschaftssippung mit den h.R. Brema (52) und Berna (70) gefeiert.
Nach 30 Jahrungen in unserer „Martiniburg” musste sich unser Reych um eine neuen Burg um­
sehen, da der angebotene Mietvertrag die Leistungsfähigkeit unseres Reychssäckels bei weitem
überstieg. Rt Unser Teleandros fand Räumlichkeiten die uns geeignet erschienen, und baute sie
unter Mithilfe tatkräftiger Sassen in einem dreimonatigen Kraftakt zur „Ulrich-von-Liechtenstein-
Burg” aus. Ein Abdruck der Hände unseres Burgbaumeisters ziert unser wunderschönes Uhunest
und wird auch noch in vielen Jahrungen daran erinnern, wer der Motor, Ideenlieferant und uner-
müdliche Arbeiter war, dem wir unser schönes Zuhause verdanken. Den Namen erhielt unsere
Burg, wie auch schon die erste Burg Castellum Noricums „Am Lichtenstein”, von unserem a.U. 134
zum ES „Frauenlob” erkürten Minnesängers „Ulrich von Liechtenstein”. Die Stammburg des be-
rühmten steirischen Ritters ist von unserer neuen Heimstätte aus zu sehen, den alljährlichen Burg-
frauenabend celebrieren wir als „Minnesängersippung”. Seit a.U. 98 wird jeder Vortrag zum Thema
mit einer silbernen Rose auf grünem Band belohnt. In den letzten 25 Jahren fanden nachstehende
GU-Feiern statt: A.U. 128 für Rt Unser Großer Wexel und Rt Unser Lieber Marion, a.U. 136 für Rt Un-
ser Lieber I-tu-rama, a.U. 138 für Rt Unser Lieber Nickel (der letzte Ez in unserem Reych) und a.U.
149 für Rt Lexi- Graf. Die Brillanten zum GU-Orden erhielten a.U. 138 Rt Unser Lieber Marion und
a.U. 146 Rt. Unser Lieber I-tu-rama. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass seit a.U. 146 die Chefredak-
tion „Der Schlaraffia Zeyttungen” vom ASR unserem Rt RAM, der auch seit a.U. 141 unermüdlich
als Kantzler für unser Reych tätig ist, übertragen wurde. Rt RAM hat unsere Vereinspostille völlig
neu überarbeitet, den Erfordernissen unserer Zeit angepasst, in Farbe gestaltet und dafür viel Lob
aus dem ganzen Uhuversum empfangen. Eine Bestätigung seiner fruchtbringenden Arbeit erfuhr er
durch den Landesverband Deutschland, der ihm auch in der nächsten Concilsperiode das Vertrauen
schenkt, sodass wir uns auch nach dem Concil der Herzen am Bodensee über weitere 5 Jahrungen
aktuelle und interessant gestaltete Informationen aus der Hand von Rt RAM freuen dürfen.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
329 Wilhaim
Das Reych Wilhaim blühte und entwickelte sich seit seinem 25. Stiftungsfest gar prächtig. Unter
dem großartigen Junkermeister Rt Manto wuchs die Junkertafel; somit kann das Reych - wenn es
darum geht, Wahlwürden und Ämbter zu besetzen - bis heute auf voll im schlaraffischen Geist
erzogene Sassen zurückgreifen.
Unter unseren Großfürsten Rt Tosca-Ruso-Buso-Nini, der über 65 Jahrungen unserem Bund die
Treue hielt, und Fürst Rt Ton Ikarus fanden sich unsere Musici zu einem kleinen Reychsorchester
zusammen, das unsere Festsippungen zu stimmungsvollen Feiern gestaltete und uns viele von
Musik geprägte Sippungen erleben ließ.
Großartige Mundartdichter, wie unsere Rtt Udobar, A bis Z und andere wortgewandte Fechser lie-
ßen unsere Sippungen zu eindrucksvollen, die ganze Palette der Künste umspannenden Abenden
werden.
Bis heute hat sich Wilhaim die Tradition bewahrt, dass der Ceremonienmeister die Sassen in bai-
rischer Mundart auf die bevorstehende Sippung einstimmt und der Nachtwächter, ein markantes
Zeichen Wilhaims, sie mit einem besinnlichen Spruch beendet.
Das 50. Stiftungsfest a.U. 146 feierte das Reych zunächst mit einer Festveranstaltung am 16.04. im
Weilheimer Theater. Zur großen Freude von 250 geladenen Gästen aus der Profanei zelebrierten
Wilhaims Sassen eine von Rt Pocci inszenierte Einführung in das schlaraffische Spiel, konnten die
Gäste einen bunten Fechsungsreigen und eine Ausstellung erleben.
Die Tageszeitung „Weilheimer Tagblatt” widmete dem Reych eine ganze „Samstagsseite” unter
dem Titel „Ein dreifaches Lulu auf die Schlaraffen”. Schließlich folgte am 24.10. zur 1423. Sippung
in der Tassiloburg das „50. Stiftungsfest”. Die vielen Freunde erlebten eine Festsippung, die sich
einfügt in die Reihe großer und unvergessener Sippungen des Reyches und wie das Fest im Weilhei-
mer Theater in bester Erinnerung bleiben wird.
Leider hat OHO auch unser Reych nicht verschont und so haben wir a.U. 148 unseren letzten Erz-
schlaraffen Rt Valatei gen Ahalla entlassen.
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Quelle: Chronik Band IV, S. 413-414