Castell am Schönen Bronnen

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 375 — Castell am Schönen Bronnen. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

375 Castell am Schönen Bronnen
Mit Zuversicht sah der Chronist am Ende des ersten Jahrhunderts Allschlaraffias dem anbrechen-
den zweiten entgegen. Er hatte Recht behalten, denn in den zurückliegenden 25 Jahrungen erlebte
unser Reych einen weiteren Aufstieg.
Nachdem wir plötzlich, aber nicht unerwartet, Ende der Jahrung a.U. 124/125 unsere Greifensteyn-
burg verloren, brauchten wir nicht lange, um in Meidling die räumliche Hülle für unser neues Nest
zu finden.
Mit unserer neuen Greifensteynburg, die in nur einer Sommerung erbaut wurde, gelang uns ein
„Sprung nach oben”. Statt dumpfer Enge eines Hinterzimmers in einem Kaffeehaus beglückt die
Sassenschaft nun die Weite eines prachtvollen, unter künstlerischer Leistung weiland unseres Fürs-
ten Tausendwasser gestalteten Rittersaales, eine geräumige Vorburg mit selbst bewirtschafteter Kü-
che und einige Nebenräume. Rund 700 Sippungen sind in der neuen Greifensteynburg celebriert
worden, viele davon waren beglückende schlaraffische Ereignisse.
Gerne erinnern wir uns an unser 30. Stiftungsfest mit seinem gewaltigen Einritt und einer auserlese-
nen Vortragsfolge, musikalisch unterstützt durch den Schubertbund, welches wir mit einer großen
Zahl von Freunden gemeinsam feierten. Beeindruckend waren aber auch die feierlichen Erkürungen
von weiland unserem Rt Speer von Spiessingen (Karl Perl) zum ES „Speer” und Hermann Leopoldi
zu ES „Schnucki der Meidlinger Bua”. Der Höhepunkt unserer Sippungen war wohl die Verleihung
des Großkristalls an unseren Patriarchen wld Rt Scharff für 65 Jahre Treue zu unserem Reych. 10
verdiente Freunde wurden zu ER in unserem Reych ernannt.
Eine weitere Leistung unseres Reyches und auch wohl einmalig im weiten Uhuversum war die
Gestaltung einer Ausstellung im Bezirksmuseum Meidling, Ritterbünde in Meidling - von Schre-
ckenstein zu Schlaraffia, die sich großer profaner Beteiligung erfreute und vom Entstehen und Auf-
blühen unseres Reyches Kunde gab. Die Stiftung des Chow-Wong Freundschaftsordens und die
Ahnenstiftungen unserer Freunde Elliott, Tausendwasser, Papillon und Aqa-Fex bereicherten den
Inhalt unserer Reychsschatulle. Ein kräftiges Lebenszeichen setzte unser Reych mit der erstellung
einer Homepage und der Ausgabe der „Schönbronner Reychs-Postille” durch unseren OK Rt Lerari.
Wenn unser Reych seine 1.000 Sippung feiern konnte, so ist dies nicht von ungefähr; das Castell
„Am schönen Bronnen” hat immer auf Sassen des eigenen Reyches bauen können, die ihr kleines
Reych auf ihren starken schlaraffischen Händen trugen, die ob ihrer Verdienste in unserer Reychs-
chronik Erwähnung finden müssen.
Es sind dies die Oberschlaraffen wld Pippin, Schnurzl, wld Mirakulus, Papillon, Schiefer, Lerari die
Reychskantzler wld Elektron und Bürokratikuss, die Marschälle Chow-Wong und Mör-Tell, Junker-
meister wld Graphikus und die Ceremonienmeister wld X und Spät Ikarus, die Jahrung um Jahrung
als starke Säulen des Reyches dieses verantwortlich und selbstlos in eine gute und sichere Zukunft
getragen haben.
Es war aber nicht zu vermeiden, dass wir in diesem Vierteljahrhundert von vielen Freunden, Sassen
und ER, für immer Abschied nehmen mussten, so auch von unserem letzten Gründungsritter de
coeur (165) und vor allem von unserem Doyen des Reyches Patriarch Pippin, der unser Reych seit
unserer Übernahme in Allschlaraffia mit größter Umsicht geführt hatte.
Dadurch erfolgte in der Führung unseres Reyches ein Generationswechsel. Aufgabe dieser neuen
Würdenträger bleibt weiterhin unser Reych im Sinne unserer Altvorderen unverfälscht zu erhalten
und unserer Tradition gemäß weiterzuführen.
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376 Castra Victoria
Die Castra Victoria als ehemaliges Urschlaraffenreych hat sich seit der Eingliederung in den allschla-
raffischen Verband a.U. 113 prächtig weiter entwickelt. Im Berichtzeitraum ist der Sassenstand von
56 auf 62 Mitglieder gestiegen.
Unsere Aufnahmepolitik möglichst junge Aspiranten aufzunehmen hat sich in den vergangenen 15
Jahrungen bewährt. Damit ist auch das Durchschnittsalter gesunken, was wiederum eine weitere
positive schlaraffische Entwicklung garantiert. Seit dem Beitritt des Reyches zu Allschlaraffia war die
Castra Victoria im neuen Umfeld immer eine Art „enfant terrible”, ein Reych, das einige Eigenheiten
aufwies, die wohl noch aus der Zeit seines Urschlaraffentums herrühren dürften.
Speziell zu besonderen Sippungen erfreut sich unser Reych regen Besuches vieler Sassen aus be-
freundeten Reychen. Zu erwähnen wären hier die Junkertafelsippungen und die jedes 2. Jahr dar-
gebrachten traditionellen Ritterspiele, die schon Tradition haben und die Sassen immer wieder mit
Ihren köstlichen Aufführungen zu Themen aus der griechischen Mythologie oder aus dem Mittel-
alter begeistern.
Von den rund 700 Sippungen der vergangenen 25 Jahrungen gab es viele Höhepunkte. Im Lethe-
mond a.U. 139 begingen wir im festlichen Rahmen das Jubiläum „75 Jahre Castra Victoria”. Hiezu
wurde von namhaften Sassen unseres Reyches eine beachtenswerte Festschrift verfasst, die u.a.
einen historisch beachtlichen Rückblick verschafft und woraus spürbar wird, dass Werte wie Kunst,
Freundschaft und Humor nicht nur beschworen sondern auch gelebt wurden. Am 18.2. a.U. 149
celebrierten wir die 1.000 Sippung seit der Eingliederung in Allschlaraffia. Nach alter Zeitrechnung
aufgemerkt seit der Gründung unseres Reyches a.U. 64, war im Windmond a.U 144 der 2.000 Sip-
pung ein besonderes Fest gewidmet.
Unser Reych ist frohen Gemütes, dass mit Freude und Elan auch in den kommenden Jahrzehnten
das schlaraffische Spiel blühen und gedeihen wird.
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Quelle: Chronik Band IV, S. 460-461