Insulinde im Bodensee

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 332 — Insulinde im Bodensee. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

332 Insulinde im Bodensee
Seit a.U. 122 wurde die neue Burg der Insulinde zunehmend zum Mittelpunkt der freundschaftlich
verbundenen Reyche um den Bodensee, nicht nur der zentralen Lage Lindaus wegen, sondern auch
ob der Tatsache, das einzige Montags-Reych im weiten Umkreis zu sein. So sind wir stolz darauf,
dass wir in den vergangenen Jahrungen im Schnitt 20-25 Freunde pro Sippung in unserer Burg
begrüßen durften. Sicherlich nicht ganz unschuldig daran sind die vielen, großen Ausreiter unseres
Reyches, die den Kontakt zu den befreundeten Bodenseereychen aufrecht erhalten und vertiefen.
In den vergangenen Jahrzehnten ist ein unvergleichlicher Zusammenhalt der Bodenseereyche ent-
standen, wir haben ein gemeinsames Vademecum und es ist, fast könnte man es so sagen, eine
„innige” Gemeinschaft über die Grenzen der Länder und Sprengel hinaus entstanden.
Unsere Burg kam mit der Zeit aber auch in die Jahre: so musste a.U. 132/133 die Stirnwand wegen
eindringendem Wasser saniert werden, die Heizung wurde dank einer Stiftung von Rt Parmesano
erneuert, der dem Reych auch einen neuen Thron samt Kantzler- und Marschalltisch und der op-
tisch dazu passenden Rostra (mit eingebautem Ihispender) sowie eine prächtige, mit Intarsien
geschmückte Junkertafel dedizierte. Um diese Zeit konnten wir noch den Nebenkeller unserer Burg
dazu mieten, sodass wir nun reichlich Platz haben und wir, sobald der Mammon dafür reicht, un-
sere Burg erweitern können.
Nicht wegzudenken aus unserem Sippungsgeschehen sind unsere Traditionssippungen, allen vor-
an die von Rt Bazi ins Leben gerufene Salvatorsippung, ebenso das von wld Rt Brummbär-Chen ins
Leben gerufene Musikfestival, dessen zehnte Auflage a.U. 137/138 in der Inselhalle Lindau ein un-
vergessener Höhepunkt war. Immer wieder für eine volle Burg sorgt auch die von Rt Ge-h-schlecht
eingeführte Hubertussippung, bei der für passende Fechsungen die Ge-h-schlecht-Ahnen mit dazu
gehörenden Titeln in 3 Stufen errungen werden können.
Es gab aber auch einzelne Sippungen, die es wert sind, in dieser Chronik erwähnt zu werden. Ein
Ritterschlag der besonderen Art war der an den nachmaligen Rtt So-bin-i, Sir Willibald und Parme-
sano. Durch ihre Ausritte weit im Uhuversum bekannt, wollten dann am 19.2. a.U. 131 sage und
schreibe 167 Freunde aus 27 Reychen beim Ritterschlag in der Inselhalle dabei sein!
Zwei Jahrungen später feierten wir im Eismond a.U. 133 mit vielen Freunden in der Inselhalle unsere
1.000 Sippung. Bei dieser Sippung wurde auch erstmals unser höchster Orden „Oh du lieber Au-
gustin”, ein Holzmedaillon mit eingebauter Spieluhr am silber-grünen Band, vergeben.
Im Ostermond a.U. 148 wurde unserem Patriarch Großfürst Bazi, der auch im fünfundneunzigs-
ten Lebensjahr keine Sippung schwänzt, noch ausreitet und es auf inzwischen über 3.300 Ausrit-
te bringt, in einer großartigen Festsippung mit vielen eingerittenen Freunden in der Inselhalle zu
Lindau vom Sprengelfürsten Rt Jederzeyt der Großkristall zum GU verliehen. Im Lethemond a.U.
148 feierten wir unser 50. Wiegenfest in der Inselhalle zu Lindau. Es war ein großartiges Fest mit
Fechsern aus den umliegenden Reychen. 250 Freunde nebst Burgfrauen waren begeistert.
Bleibt zu wünschen, dass unsere Insulinde mit derzeit einem Junker, 3 Knappen und zwei Prüflingen
weiter blüht, wächst und gedeiht.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
333 Under Teck
Als sich nach vielen Jahrungen im Park-Hotel Henzler a.U. 123/124 die Notwendigkeit ergab, Uhu
einen neuen Hort zu schaffen, sippte das Reych vier Jahrungen in Notburgen in der Gaststätte
Waldheim in Kirchheim und im Bürgerkeller in Owen. Diese Ausweichquartiere bestärkten die Sas-
senschaft in ihrem Bestreben, Uhu wieder einen dauerhaften Hort zu schaffen.
Nach langem, oft ergebnislosem Suchen fanden Sassen zwei geeignete, aber grundverschiedene
Objekte. Harte, aber faire Dispute zwischen den Befürwortern der jeweiligen Objekte führten dann
in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zu einer Abstimmung der Sassen, bei der sich
eine Mehrheit für den Gewölbekeller unterhalb der Adler­apotheke in Kirchheim entschied.
Der nun folgende Ausbau des stark vernachlässigten Kellergewölbes zu einer schmucken Burg mit
den erforderlichen Nebenräumen forderte die Sassenschaft sehr, sowohl in finanzieller Sicht als
auch in körperlichem Arbeitseinsatz. Unter der gestalterischen und organisatorischen Leitung von
Rt Wai-quiki gelang es, in einer Sommerung den Burgausbau so voran zu treiben, dass zu Beginn
der Winterung 127/128 in der neuen Sibyllenburg gesippt werden konnte.
Das gemeinsame Streben, Uhu einen schönen Hort und uns eine heimelige und stolze Burg zu
schaffen, schloss die bei der Findung einer Burg entstandenen Gräben. Die feierliche Burgweihe
fand am 26.1. a.U. 128 in Anwesenheit einer großen Anzahl eingerittener Freunde aus vielen Rey-
chen statt.
In manchen Reychsausritten in Austrias Gemarkungen und in die neuen Bundesländer lernten wir
neue Freunde kennen, auch sonst reiten unsere Sassen freudig in die umliegenden Reyche aus.
Unsere Sibyllenburg ist mittlerweile in vielen Reychen bekannt und wir können in jeder Sippung
Freunde aus Nah und Fern begrüßen.
Anlässlich eines unserer jährlich zum Ende der Sommerung stattfindenden, im weiten Uhuversum
bekannten Teck­feste fanden sich vor Jahrungen eine Anzahl unserer Sassen zu einer Theatergruppe
zusammen, die uns immer wieder mit den Aufführungen selbst verfasster Stücke erfreute. In der
Winterung 142/143 ritt diese Theatergruppe auch in den befreundeten Reychen Basilea, Turicensis
und Stutgardia ein.
In den vergangenen Jahrungen konnte das Reych die Zahl seiner Sassen halten. In den Winterungen
145/146 und 146/147 ist es der Sassenschaft in gemeinsamer Anstrengung gelungen, durch die
Aufnahme eines großen Fähnleins junger und viel versprechender Sassen die Junkertafel mit regem
Treiben zu beleben und dem Reych die Basis zu schaffen, auch in Zukunft frohmütig sippen zu
können. Zur Zeit sitzen 9 Junker und 3 Knappen an der Junkertafel.
So gestärkt konnte das Reych mit 50 Sassen wohlgemut mit den Vorbereitungen zu dem 50. Stif-
tungsfest beginnen, das am 12.5. a.U. 148 gar feierlich begangen wurde. An der Festsippung nah-
men neben 44 Sassen des eigenen Reyches 86 Sassen aus 31 Reychen teil.
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Quelle: Chronik Band IV, S. 417-418