359 Castrum Locarnense
Am 4.2. a.U. 104 wurde das Feldlager Unter den Palmen in einem Hotel in Locarno durch die Ritter
Glasanova, Parcoeur und Toxikuss ins Leben gerufen. Am 29.5. a.U. 106 wurde dieses Feldlager
Colonie, und zwar als Castrum Locarnense. Das Reych An den Quellen als Herkunftsreych des Rt
Glasanova stand der Neugründung als Mutterreych bei; die Aufgabe der Ziehmutter wurde durch
das Reych Turicensis übernommen.
Noch vor der Reychserhebung hatte die junge Colonie durch sieben Austritte eine nicht leicht zu
verkraftende Krise durchzumachen. Eine weitere Krise ereilte das junge Reych a.U. 116; zurück blie-
ben lediglich 15 Sassen. Seither jedoch entwickelte sich das Reych in erfreulicher Weise. Heute ver-
einigt es in beispielhafter freundschaftlicher Einigkeit 34 Sassen, unter denen sich ausgezeichnete
Fechsanten befinden. Ein immer noch kleines Reych, aber oho!
Nachdem die „Palmenburg” zu Losone in jenen stürmischen Jahrungen verlassen wurde, sippte
das Reych bis a.U. 132 in der „Deltaburg” zu Ascona, einem großzügigen und gemütlichen Anbau
des Hotel Delta. Aus jener Zeit bleibt die Erinnerung an äußerst herzliche Sippungen, oft rund ums
offene Kaminfeuer bei Kastanien oder sonstigen gegrillten Köstlichkeiten. Die Eintracht war anste-
ckend, wie aus den stets zahlreichen Einritten zu schließen war. Eine stets begeisterte Junkertafel
war der Stolz des Reyches.
Im grossen Saal des geschichtsträchtigen Grand Hotel zu Locarno, daselbst a.U. 106 auch die
Erhebung zur Colonie stattgefunden hatte, zelebrierte das Reych a.U. 131 sein 25. Stiftungsfest als
überaus feierlichen Anlass.
Es war auch die Zeit der Umschau nach einer neuen Burg, da das Hotel Delta die Räumlichkeiten
gekündigt hatte. Es bot sich schließlich die Gelegenheit, in einer kürzlich erstellten Seniorensied-
lung zu Locarno, der „Residenza al Lido”, einen Teil des Untergeschosses zu mieten und diese
Örtlichkeiten nach schlaraffischem Geschmack in langer Fronarbeit auszubauen. Die Arbeit hatte
sich gelohnt: Es entstand eine sehr behagliche und prächtige „Visconti-Burg”. Sassenschaft und die
stets zahlreichen Gastrecken waren begeistert. Bis zum Lethemond a.U. 141, eine Wochung nach
der 2.000 Sippung, als die Wasser des Lago Maggiore fast fünf Meter über der normalen Stand an-
gestiegen waren, einen Großteil Locarnos überfluteten und die Burg vollständig überschwemmten.
Nur wenig konnte gerettet werden. Die „Viscontiburg” wurde mit fast sämtlichem Inhalt und dem
ganzen Archiv über Nacht zerstört.
Das lag in der Zeit, in der das Castrum Locarnense mit Rt Elevatus den Vorsitz im Landesverband
Schlaraffia Helvetica inne hatte (a.U. 139-142).
Während zwei Jahrungen sippte das Reych in Notburgen, bis a.U. 143 eine neue „Viscontiburg”,
diesmal in im Miteigentum erstandenen Räumlichkeiten in Locarno-Minusio bezogen werden
konnte. Nach 37 Jahrungen seines Bestehens, durfte das Reych zum ersten Mal das beruhigende
Gefühl erleben, in eigenem Gemäuer sippen zu dürfen.
Dank Rt Ali-Barcas Vermittlung, ER Piz-Archs und ER Dralls Planung sowie aller Sassen Hilfe, ins-
besondere Rt Lu-netos Bauleitung entstand ein Werk, das genau auf die Bedürfnisse des Castrum
Locarnense zugeschnitten ist. In liebevoller Kleinarbeit gelang es, Farben und Formen, wie auch
bauliche Elemente in Nachempfindung unseres mittelalterlichen Spiels zu vereinbaren und das
Romantische im Rationellen umzusetzen. Und weiter blüht das Reych und erfreut sich einer aktiven
Junkertafel und regen Einritten.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
360 Fulkolinga
Es ist Chronisten Pflicht und Freude die wesentlichen Ereignisse und Entwicklungen des Reyches
360 (Schlaraffia Fulkolinga e.V) während der letzten 25 Jahre noch einmal Revue passieren zu
lassen.
Die Mitgliederzahl konnte über die Jahre annähernd konstant gehalten werden (derzeit 34) und die
durch Ahallaritte reduzierte Mitgliederzahl, vor allen Dingen in jüngster Zeit, durch eine ansehnli-
che Verstärkung an der Junkertafel etwas aufgefangen werden.
Besonders erfreulich, dass mit den Rittern Pate Tick, Niwwor, Shakes Bier und Prahlinetto noch 4
Erzschlaraffen unter uns weilen, wovon die beiden letztgenannten sogar Gründungsritter sind.
Zu den erwähnenswerten Festen der Fulkolinga zählt das 25. Stiftungsfest a.U. 131/132, in Elm, das
in feierlichem Rahmen mit Burgfrauen zelebriert wurde. Die Zahl von 81 Einritten aus 27 Reychen
machte das Fest zu einer der bislang teilnehmerstärksten Veranstaltungen unseres Reyches. Als
Oberschlaraffen waren die Ritter Pfiffigenius, Dentleman und C-Ohm-Andante unter Mitwirkung
des Kanzlers Rt. Phil Jus und des Reychsmarschalls Rt. Zwingnie für den Ablauf der Veranstaltung
verantwortlich.
Die 40 Jahr Feier wurde a.U. 145/146 in unserer Eyssenburg gefeiert. Zu der 1167. Sippung unseres
Reyches waren 24 eigene und 47 Sassen aus 16 befreundeten Reychen eingeritten, unter anderem
DSR Rt. Schoppe . Am Thron fungierenten die Rt. Versatil, Phil Jus und Ross-kann-i-nie – Marschall -
Rt. Mol-e-Kühles und Kanzler - Rt. di Crazziano. Einer unter vielen Höhepunkten war die Verlesung
des 1. amtlichen Protokolls vom 07.10. a.U. 106.
In unserem Reych, das über Jahrzehnte stets fechsungsfleißige und virtuose Musici in seinen
Reihen hat, ist das künstlerisch-musikalische Element sehr stark vertreten.
Ein weiteres Merkmal, das von einreitenden Freunden als vorbildlich angesehen wird, ist die (stren-
ge) Einhaltung der Hausgesetze (dunkle Gewamsung), des Spiegels und Ceremoniales, was vor
allen Dingen bei feierlichen Anlässen den Zauber einer Uhunacht ausmacht. Keinesfalls zu kurz
kommt jedoch der Humor in unserem eisenfesten Reych. Traditionell und professionell schickt sich
das Reych Fulkolinga alljährlich im Hornung an, die eigenen Sassen und Gäste dadurch zu erfreuen,
zu einer FastnachtsKrystalline zu laden. Ein meist mehr als 2 stündiges Programm lockt alljährlich
eine große närrische Zahl an begeisterten Besuchern.
Aktiv und kreativ zeigt sich das Reych auch in der Gestaltung der SommerKrystallinen, die die Be-
reiche Kultur, Sport und Geselligkeit vollumfänglich abdecken wozu auch stets die Burgfrauen der
gen Ahalla gerittenen Freunde geladen werden.
Beliebt und gut besucht waren stets auch die in der Sommerung stattfindenden Wellenritte auf der
Saar, bei denen die Wellenreiter in entspannter Atmosphäre ein paar angenehme Stunden an Bord
und beim Landgang zubringen konnten.
Die Sippungen finden seit unserer Koloniegründung in der Stadtmitte (im Kolpinghaus) in unmit-
telbarer Nähe zum Weltkulturerbe „Völklinger Hütte„ statt. Die große Zahl an Ehrenrittern (11) und
Ehrensenatoren (3) verdeutlicht den Reiz, in unserem Reych zu sippen.
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