362 Alta Carinthia
„Wir sind ehrlich bemüht, nach besten Kräften unseren schlaraffischen Grundsätzen zu dienen.”
Damit schloss unser Chronist seinen Bericht des ersten Vierteljahrhunderts unserer Reychsge-
schichte im letzten Band der Allschlaraffischen Chronik und der nunmehrige Chronist kann ruhigen
Gewissens versichern, dass diese Bemühungen erfolgreich waren.
Wir sippen noch immer in unserer Porciaburg im schönen Renaissanceschloss zu Spittal und
können gegebenenfalls zu festlichen Anlässen die Festräume des Schlosses benutzen. Unser Sas-
senstand hat sich bei rund 60 Sassen eingependelt, eine rührige Junkertafel verspricht wertvollen
Nachwuchs und das Reych hat sich inzwischen eine eigene Note im schlaraffischen Sippungsleben
erarbeitet.
Sieben Erzschlaraffen sind noch dabei und der letzte der Gründungsritter aus unserem Mutterreych
Villa ad aquas, Unser Rt Sterz von Haden nimmt, wenn auch nur zeitweilig, an den Sippungen teil.
Die Schaumlethe-Ordens-Feste (gegründet von Rt Gynost) werden vom nunmehrigen Großmeister
Rt Dukat im Sinne des Gründers weitergeführt. Der zweite Orden unseres Reyches, der Strauch-
Ritter-Orden (Gründer Rt Savenerola, Großmeister Rt Ex-Akt), hat derzeit eine Regenerationsphase
vor sich.
Das Salamanca-Pantoffel-Turney (Großmeister Rt Dentofex) hat schon seit Jahrzehnten Tradition.
Ein silberner Pantoffel war der begehrte Siegeslohn. Ein Hausgesetz, neu gefasst ab a.U. 139 regelt
Bestimmungen dieser Orden und gibt Anweisungen, Ahnen und Ehrentitel betreffend. Einzelne
herausragende Ereignisse mögen das Sippungsleben unseres Reyches schlaglichtartig beleuchten:
Eine Reychsfehde a.U. 127 wider d.h. Reych Claudium forum erforderte umfangreiche Vorbereitun-
gen und durch Uhus Gunst brachte sie den Sieg.
Eine gemeinsame Junkertafelsippung a.U. 129 mit allen Kärntner Reychen in unserer Festburg war
fröhlicher Höhepunkt und ein Beweis der (schlaraffischen) Potenz der Knappen und Junker der
Kärntner Reyche. Gemeinsam mit unseren Freunden der Claudium forum empfing die Alta Carin-
thia die Vorarlberger Reyche zu einer fulminanten Festsippung im Rittersaal des Schlosses a. U. 130.
Dreimal (a.U. 127 in Bad Kleinkirchheim, a.U. 133 am Weissensee, a.U. 139 in Innerkrems) durften
wir die uhulympischen Winterspiele ausrichten und erbrachten nicht nur sportliche Ehren, auch die
Festsippungen in den jeweiligen Wintersportorten wurden lobend und freudig begrüßt. Zur 1.000
Sippung wurde a.U. 143 geladen und a.U. 148 konnten wir zur Festsippung: 40 Jahre Alta Carinthia
eine große Zahl schlaraffischer Freunde in unserer Festburg willkommen heißen. Selbstverständlich
überbrachte auch der Bürgermeister der Stadt Glückwünsche der profanen Welt.
Am 14.3. a.U. 149 feierte das Reych einen Ritterschlag und gebar den Rt Wallenstein. Der Vorsitzen-
de des ASR Rt Ton-DIN, in Begleitung des Ehrenvorsitzenden des SRA ErbO Rt Humanist, gaben
diesem Fest ein besonders festliche Gepräge, zumal Rt Humanist mit dem Stern des Südens unter
Beachtung der Ordensregeln geehrt werden konnte.
Hinzugefügt soll noch werden: Alta Carinthia betreut (gemeinsam mit anderen Kärntner Reychen)
im SOS-Kinderdorf das Haus Kärnten, das von Schlaraffia Austria errichtet wurde. Am Ende soll
auch derer gedacht werden, die heute nicht mehr unter uns weilen, die aber die Grundlagen ge-
schaffen zu dem, was unser Reych bis heute geworden ist: unsere allzeit fröhliche Alta Carinthia.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
363 Im Zillertal
Die Größe des Reyches liegt seit langem bei rund 20 Sassen. Bestimmend für das weitere Bestehen
war die Verlegung der Gletscherburg von Mayrhofen in das prof. Hotel Sonne in Fügen im vorderen
Zillertal mit Winterungsbeginn 124/125.
Durch die Nähe zur Autobahn ersparen sich die einreitenden Freunde einen Weg von mindestens
einer Stunde, bei dem sehr häufigen und dichten Nebel oft wesentlich mehr. Die Folge war zwar
der Austritt einiger Sassen, doch wurden mehrere neue dazu gewonnen und die Anzahl der Einritte
erhöhte sich wesentlich.
Im angegebenen Zeitraum war der Ahallaritt von 12 Sassen zu beklagen, darunter sehr markante
und bestimmende Persönlichkeiten. Ein Markstein der schlaraffischen Geschichte war die Erkürung
des Sängers und Entertainers Elvis Presley zum „ES Bröselmeier, der mit der Schmalzlocke”, was
von den Freunden im Uhuversum mit größtem Beifall aufgenommen wurde. So gestalten sich die in
mehrjährigem Abstand abgehaltenen Bröselmeier-Sippungen zu echten Publikumsmagneten.
Auch das traditionelle Groiggenfest, das jede zweite Winterung zelebriert wird, zählt zu einem Mar-
kenzeichen derer Im Zillertal. Gar mancher Sasse unseres Reyches fand den Weg zu Schlaraffia über
Groiggen und Rüben-(Kraut).
Durch seine herzliche und offene Art sowie eine gute Portion schlaraffischen Humors und Ausritts-
freude ist das Reych „Im Zillertal” ein beliebtes Ziel für Einritte aus dem gesamten Uhuversum.
Auch der derzeitige Zustrom an neuen Sassen ist mit Sicherheit darauf zurückzuführen Unser Mot-
to hat nach wie vor Gültigkeit: „Klein, aber fein!”
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