Am Elbgestade

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 404 — Am Elbgestade. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

404 Am Elbgestade
Es war a.U. 122, als sich in Stade, der über tausendjährigen ehemaligen Hansestadt und Schweden-
Veste am Westufer der Niederelbe, ein neues Uhunest regte. Initiatoren waren der fahrende Rt
Lulu-Lauterich (45) sowie der Hammonia-Sasse Rt Ohne mich (undenkbar). Sie und die fahrenden
Rtt Carramore (309) und Riese (57) wurden die Gründungsritter, zu denen in der Folge die späteren
Erzschlaraffen Rtt Korsar (275), King-Lütt (36), Mädi-Ami-Kuß (209) sowie 15 weitere profane Her-
ren stießen; kurz nach Coloniegründung auch Rt Hannes im Uhuglück (25).
Die erste Burg des Uhustammtisches „Terra antiqua” hatte Rt Lulu-Lauterich in seiner Grünendei-
cher Heimburg im Alten Land errichtet. Dort sippte man eine Winterung, zog dann platzbedingt in
ein Gasthaus nach Stade-Bützfleth um. Die Ernennung zum Feldlager „Am Elbgestade” erfolgte am
12.4. a.U.125. Sie durfte Rt Ohne-mich (undenkbar) noch erleben, ehe er Wochen später, 73-jährig,
unerwartet den Ritt gen Ahalla antreten musste.
A.U. 125 wurde in Stades Altstadt die heutige Schwinge-Burg gefunden: ein Kreuzgewölbe-Keller aus
dem 14. Jahrhundert, der sich nach zweijähriger Eigenarbeit, unter Leitung des ErbB Rt Strichelan-
gelo, als zauberhaftes Kleinod zeigt. Pünktlich zur Colonie-Gründung, am 25.10. a.U. 127, konnte
die Burg eingeweiht werden. Reychsfarben, Rüstung, Wappen und visuelles Erscheinungsbild des
neuen Uhunestes waren schon zur Feldlagerzeit festgelegt und von wld Rt Illu-Fex (418), einem
profanen Bruder Rt Lulu-Lauterich’s, wunderbar umgesetzt worden.
Die Reychserhebung folgte am 27.11. a.U. 129, in Anwesenheit von Gästen aus 42 Reychen/Colo-
nien. Den ersten Thron bildeten (seit Coloniegründung) die Rtt Lulu-Lauterich (OÄ), Karutje (OI)
und Carminus (OK). Später waren es u. a. die Rtt ErbW Ro-lex, Mari(n)-tim (nun 419), Felsenfest,
Kehr-wieder und vor allen ErbO Rt Likedeeler, die Spiel und Reych prägten; nicht zu vergessen die
Rtt Spürsinn (heute 389) und ErbK Rt Karutje als K, die Rtt ErbW King-Lütt und ErbJ Carminus als
J, die Rtt ErbA/ErbM Wagen-(F)ix bzw. Phoebus als M, sowie ErbSch Rt Wirbelwind und ErbMd/
ErbRkll Rt Bohr-Duhn.
Prägend für das Reych „Am Elbgestade” sind
a)
die besonderen Bande zur Holmia, symbolisierend die 70jährige schwedische Geschichte
von Stadt und Landkreis,
b)
das alle drei Jahre zur Kirsch- und Apfelblüte im Alten Land stattfindende „Baumblütenfest
mit Minneturney”,
c)
engste freundschaftliche Kontakte zu den Nachbarreychen Ante Portas Mundi, Auf der
Heide, Im Sachsenwald und Mutter Hammonia, sowie
d)
unsere Schwinge-Burg.
Sie ist klein, aber von unnachahmlichem Zauber, der jeden Profanen und Gastrecken sofort in Bann
schlägt; ein „Pfund”, mit dem wir wuchern. In Erinnerung bleibt die a.U.137 erfolgreich ausgefoch-
tene Reychsfehde gegen Schwester Ante Portas Mundi zu Brema.
Heute, a.U. 148/149, verzeichnet die Reychsmatrikel 37 Sassen, sind es die Rtt Phoebus (OÄ), ErbW
Plateau (OI), Macht-Wort (OK), ErbW Mosjöh (K), die Rtt Limes(M), Knallfrosch (J), Quelltön(n)
chen (C) sowie Nordwind (Sch), die des Reyches Geschicke lenken; in eine hoffentlich weiterhin
beglückende, erfolgreiche Schlaraffenzeit.
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405 Porta Pasconia
Die Rtt Menue und Credenz der h. Floridana hatten den Wunsch, einen Stammtisch zu gründen.
In Newport Richey, 65 km nördlich von St. Petersburg, fand in der Heimburg des Rt Credenz mit 5
Sassen des Mutterreyches a.U. 121 die erste Versammlung statt. Danach traf man sich jeden Monat
in verschiedenen Heimburgen.
Der schlaraffische Gastgeber stiftete Atzung und Labung; der Brückenzoll ging in die Kasse. Es
kamen Schlaraffen aus anderen Reychen, die sich anschlossen, und die Pilgerzahl stieg bald auf
11. A.U. 126 wurde ein Feldlager gegründet. Rt Stich, ein sehr begeisterter und in vielem sehr talen-
tierter Schlaraffe, erschaffte unsere erste Burg. Die Doppelgarage in seiner Heimburg wurde um-
gebaut, und die Wände wurden holzverschallt. Mit Hilfe eines Pilgers wurden Thron, Schreibtische
und die Rostra gezimmert. Durch den unerwarteten Ahallaritt des Rt Menue entstand große Trauer
im Feldlager. Es dauerte lange, bis das Schlaraffenleben weiterging. Am 15.11. a.U. 127 fand im Ho-
tel Sheraton in feierlicher Weise die Coloniegründung statt, celebriert vom OS Rt Longulus der h.
Floridana. Über 100 Schlaraffen aus 29 Reychen waren anwesend, und 11 Sassen wurden zu Rittern
erhoben. Rt Bieberle des Reyches Floridana war Gründungsritter und der erste Oberschlaraffe.
Rt Mobilant entdeckte unsere heutige Burg. Der Reychsschatz wurde durch Bausteine und Spen-
den erhöht. Das Gelände und die neue Burg wurden erworben. Mit Begeisterung wurde das neue
Uhunest ausgebaut, wobei ein rechtes Zusammengehörigkeitsgefühl enstand.
Rt Longulus spendierte eine neue Kücheneinrichtung und die Bar für die Vorburg. Auf Grund der
vielen, großen schlaraffischen Leistungen des Rt Stich nannte man die Burg „Stichburg”.
Am 5.11. a.U. 129 fand die Sanktion unseres Reyches statt: wir wurden das Reych „Porta Pasconia”.
Ritter aus vielen Gemarkungen, auch aus Übersee, nahmen an dieser Festlichkeit teil. Die Rtt Esta-
tus, Kickebein und Pastorius waren die Oberschlaraffen. In späteren Jahren erlebte unser Reych eine
Reihe von Ahallaritten, und einige Sassen traten anderen Reychen bei. Eine Zeit lang hielt Rt Pikant
– als einzige Herrlichkeit – das Reych mit noch 11 Sassen zusammen. Zum 10. Gründungsfest hatte
das Reych sich wieder etwas erholt, und man konnte ein glanzvolles Fest celebrieren. Leider blieb
danach der Nachwuchs aus, und die Gruppe der Sassen blieb klein.
Als Rt Patsch-Nass seine Tätigkeit im ASR beendet hatte und von New Jersey nach Florida umzog,
wurde er Sasse der Porta Pasconia und kurz danach Oberschlaraffe des Reyches. Seine Organisati-
onstalente brachten neues Leben in unsere Sippungen. Durch Sassen der Reyche Newarka, Portus
Betsiae und Filadelfia, die nach Florida umsiedelten, kam wieder Zuwachs in unser Reych. Die
Sippungen wurden wieder anprechender. Eine gesunde Ergänzung zwischen den älteren Sassen der
Porta Pasconia und den neuen zugezogenen Schlaraffen aus dem Norden trug mit dazu bei, eine
fröhliche Junkertafel zu gestalten.
Die alten sanitären Einrichtungen der Burg hatten die Größe wie in einem Flugzeug und waren auch
anderweitig ungünstig. Durch Spenden der Rtt Edelweiß und Patentulus konnten neue Einrichtun-
gen erbaut werden.
Ein besonderes Schmuckstück in unserer Burg ist ein Wandgemälde, gemalt von Rt Signorelli der h.
Nova Yorkia. Unser Reychsschwert und Zepter sind vor 125 Jahren in Prag geschmiedet worden.
Heute zählt unser Reych 28 Sassen. In den Sippungen sind im Durchschnitt 20 bis 23 Sassen an-
wesend. Mit immer 6 bis 7 Einritten an jedem Abend celebrieren wir echt schlaraffische Sippungen
und haben viel Freude dabei. Wir hoffen auf weiteren Nachwuchs und wollen das Banner der Porta
Pasconia frohen Herzens in die Zukunft tragen.
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Quelle: Chronik Band IV, S. 489-490