339 Ante Portas Mundi
Die Allschl. Ordens- und Ahnensammlung steht (wie vor 25 Jahren) noch immer unter dem Schutz
unseres Reyches. Der Initiator und Kustos der Sammlung, wld ASR Rt Arborelli, hatte jedoch die
Obwaltung vor einigen Jahren in die Hände des Rt Asex-tant gelegt, der diesen Schatz nun so sorg-
sam hütet, wie einstens der Drache den Nibelungenhort. Doch damit noch nicht genug: als Aus-
wuchs einer geradezu feudalen Baulust schuf unser Reych in gemeinsamer Kraftanstrengung aller
Sassen schützende Mauern für den wertvollen Ahnen- und Ordensschatz in Gestalt einer ebenso
attraktiven wie funktionellen „Rosenburg”, hinter deren Zinnen nicht nur die erforderlichen Schatz-
tresore, sondern auch ein Rittersaal, eine Küche und diverse Nebenräume liegen.
Aber auch das Prachtstück eines sorgfältig präparierten Uhus hat sich eingefunden, nachdem das
flügellahme Vorgängerexemplar eine nur unzureichende Erleuchtung des jeweils Fungierenden zu
bewirken schien. Selbstverständlich ist auch ein Burgverlies vorhanden, das allerdings auch zur
Aufbewahrung von allerlei Krimskrams genutzt wird, was stets Aufräumungsarbeiten durch die In-
haftierten erforderlich macht. Die dadurch erschwerten Haftbedingungen begünstigen enorm das
spiegelgetreue Sippen im Reyche.
Weiterhin wird uhugenehmes Verhalten auch durch den virtuellen und gestrengen Spiegelkenner Rt
Kaktus von Korinth gefördert. Somit können wir in unserer Burg bis in die ferne Zukunft dem rei-
nen und edlen schlaraffischen Spiele dienen. Die im Rittersaal vorgetragenen Wortfechsungen sind
übrigens so bedeutsam, dass mittels einer technisch kaum zu übertreffenden Lautsprecheranlage
auch der schwerhörigste Sasse gezwungen ist, jede einzelne Silbe von Thron und Rostra zur Kennt-
nis zu nehmen. Außerdem steht ein funkelnagelneuer Steinway-Flügel bereit, dessen Güte die der
meisten darauf spielenden Pianisten mühelos übertrifft. Damit Räumlichkeiten und Einrichtungen
auch der Profanei zugänglich sind, wurde ein besonderes Collegium, nämlich der „APM Verein zur
Förderung der Kunst und Kultur e.V.” (kurz: „FKK-Verein”) gegründet, der hier 3 bis 5 mal jährlich
Konzerte, Lesungen und andere kulturelle Darbietungen veranstaltet. Niemanden wird verwundern,
dass auf solch üppigem Kulturhumus bedeutende, ja überragende Prominenzen Allschlaraffias im
Reyche heranreiften, wie unser legendärer Rt Arborelli, der bis a.U. 132 ASR war. Auch in jünge-
rer Vergangenheit schickt sich ein Nachwuchstalent des Reyches, nämlich der Rt Regie-Sir an, als
Sprengelfürst eine ähnlich kometengleiche Karriere anzusteuern, wie seinerzeit wld Rt „Unser” Ar-
borelli. Um das Maß der Selbstüberschätzung voll zu machen, glauben unsere Sassen übrigens,
dass kaum ein Reych im weiten Uhuversum eine so attraktive Netz-Seite besitzt wie die Ante Portas
Mundi. (Man klicke auf www.ante-portas-mundi.de).
Dass ein so bedeutendes Reych irgendwann auch einen Ehrenschlaraffen haben müsse, war den
Ante Porten seit langem klar. Die Wahl fiel auf den frühbarocken, lebensfrohen Dichter, Pfarrer und
vertrauenswürdigen Heilkundler Johann Rist (ES Elbschwan), der in den hiesigen Gemarkungen be-
reits vor ca. 350 Jahren einen Männerbund, den „Elbschwanorden” gründete. Im Hornung a.U. 149
feierte die Ante Portas Mundi ihren 50. Gründungstag, jedoch nicht in einem gemieteten Ballsaal,
sondern natürlich in unserer geliebten Rosenburg. Unserem Pater Patriae Rt Arborelli war es nicht
mehr vergönnt, an diesem Tag seine 50jährige Zugehörigkeit zu unserem Bunde zufeiern, da er 4
Wochen vor dem Jubiläum an die ewige Rittertafel berufen wurde. Zu seinem Gedenken wurde die
Burg mit dem Beinamen „Arborellum” versehen. - Die zur 50-Jahr-Feier erstellte Festschrift kann als
weiterführende Reychschronik angefordert werden. Wir gehen mit schlaraffischer Begeisterung und
auf den Schutz des weisen Uhu hoffend in das nächste Halbjahrhundert!
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340 Porta Alegrensis
Anno Uhui 126 wurde das Reych von dem Triumvirat der Rt Alli (OÄ),Theatralist (OI)und Joggeli
(OK)regiert. A.U. 127 wurde Rt Nobel der Beschwingte(Dr. Carlos Hunsche), einer der bedeutends-
ten deutsch-brasilianischen Historiker, nach Ahalla abberufen. Zusammen mit Rt K.i.P. war er Mit-
gründer des kurzlebigen Uhustammtisches Hortensiae Gramadense.
Es folgte eine sehr schmerzhafte Folge von Ahallaritten beliebter Sassen unseres Reyches: a.U. 128
die Rtt Deposito und Reb-Läusl, a.U. 129 Rtt Jupp und Farbenkleks, a.U. 131 Rt Oskarito, a.U. 133
die Rtt Turnfroh, Kariex und SRLA ErbO Tico Tico, an dessen „Stammtisch Achenbach” die Porta
Alegrensis ihren Uranfang genommen hatte.
A .U. 134 sind die Rtt Onça, SRLA ErbO Looping, ein weiterer Gründervater, der aus dem Patenreych
Onoldia stammte und Rt Joggeli in Ahalla eingeritten.
A.U. 135 haben wir unsere Burg in der Sociedade Germania verloren. Nach einigen Jahrungen in
einer Notburg, konnten wir in Porto Alegre im Verein vom 25. Juli, dem kulturellen Zentrum der
Brasilianer deutscher Abstammung, unser neues Nest aufbauen. A.U. 136 verlor das Reych den Rt
Praliné und a.U.138 Rt Gschaftlhuber. A.U.139 sind die verdienten Rtt ErbK Emmental und Papa-ulul
in Ahalla eingeritten.
Alle drei Jahrungen wird das „Fest der weissen Orchidee” begangen, das vor vielen Jahren in der
Heimburg des Rt Acará als Freundschaftsfest aller Sassen des Landesverbandes entstand. Das Tur-
ney um die Onoldiakette und die Porta Alegrensis-Sippung zu Onoldia sind weitere wichtige Ereig-
nisse. A.U. 130 wurde in der Gauchoburg die Reychsfehde Bonaerensis – Rio Carioca ausgetragen.
146 schlug sich dort die Paulista mit der Curitibana. Ab a.U. 130 wiederholen sich die Einritte statt-
licher Fähnlein europäischer und nordamerikanischer Sassen. A.U. 142 tagten in der Gauchoburg
die Schlaraffenräte des LVLA. Am 21.8. a.U. 144 beging das Reych seine 1.500 Sippung mit der
Hoffnung auf Fortschritt und Wachstum.
A.U. 140 musste Rt Monetarius den Weg gen Ahalla antreten. A.U. 145 folgte ihm unser Nestor Bril-
lantenträger Rt Radix. A.U. 145 trat ErbO Korsett von seinem hohen Amte zurück und OK Quirli-Fax
wurde in den GU-Stand erhoben. Zum XV. Orchideenfest a.U. 147 ritten der ASR und sein Vorsitzen-
der Rt Ton DIN bei uns ein. 105 Schlaraffenbrüder füllten die Gauchoburg bis auf den letzten Platz.
Charakteristisch für das Reych ist die Präsenz junger Sassen aus dem riograndenser Deutschtum,
die noch den anheimelnden Hunrücker Dialekt sprechen. Das reichhaltige Sippungsprogramm be-
inhaltet alljährlich eine Gedenkfeier an die ersten deutschen Einwanderer von 1824. Man fechst in
der Mundart und beteiligt sich am Turney um die Gauchokette. A.U. 147 erwies sich als sehr positiv,
denn das Reych erreichte erneut den Stand von 22 Sassen, unter ihnen vier Musiker, die die Sippun-
gen angenehm bereichern.
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