368 An der Weinstrasse
Wir bereiten derzeit die 40-Jahr-Feier unseres Reyches im Frühjahr 150 vor und blicken mit Stolz
auf die letzten 25 Jahrungen unserer Geschichte zurück. So illuster wie die Gründungsfeier unseres
Reyches (einschließlich eigenem Reychsballett) im Windmond a.U. 110 im Grossen Kursaal Bad
Dürkheim, dem ehemaligen Schloss der Leininger Grafen, war, hat sich die Weinstrasse auch seit
124 dem gesamten Uhuversum dargestellt.
Absoluter Höhepunkt in der Geschichte unseres Reyches war die neue eigene Letheburg in einem
über 200 Jahre alten Kellergewölbe mitten in der profanen lethefrohen Kurstadt Bad Dürkheim in
unserer herrlichen Landschaft am Rande des Pfälzer Waldes, der Toskana Deutschlands. Unsere
neue Letheburg, ein Juwel in der Krone Schlaraffias, ist eine enorme Gemeinschaftsleistung aller un-
serer stets engagierten Sassen und ebenso vieler uns begleitender Recken aus dem Uhuversum.
Aufgrund vieler Aktivitäten unserer Sassenschaft hat die Weinstrasse einen klangvollen Namen und
auch viele Freundschaften in aller Welt geschlossen. Erinnert wird an den Gemeinschaftsritt zur
Praga-Gedenksippung am 2.11. a.U. 135 nach Prag sowie an zahlreiche andere Reychsausritte: Be-
rolina, Cambodunum, Imma Allgoviae, viele Austria Reyche und hier vor allem Vindobona, zu der
besonders gute Verbindungen bestehen.
Fulminante Höhepunkte waren die 20-Jahr-Feier mit dem Fanfarenzug der Monachia im Kurhaus
und die 25-Jahr-Feier in der Salierhalle in unserer profanen Stadt.
„Der fünfte Kontinent ist nicht mehr uhufinster”. Diese Botschaft hat ASR Van der Goschen bei der
von unserem Reych ausgestalteten festlichen Coloniefeier in Perth (Westaustralien) am 8.7. a.U. 139
verkündet. Unser damals 30-jähriges Reych wurde Mutter. Es war eine schöne Aufgabe, den fünften
Kontinent aus der Uhufinsternis zu holen aber auch Verpflichtung für uns, eine gute Mutter auf die
weite Distanz zu sein.
Bei der Sanktionsfeier, drei Jahre später, war ein gar stattliches Fähnlein derer An der Weinstrasse in
der Pertha Australika (4.000 km westlich von Sidney) eingeritten um die schlaraffischen Ideale und
das schlaraffische Spiel in die Tat umzusetzen. Die Mutterfreuden wurden auf dem weltbekannten
Dürkheimer Wurstmarkt, nach einer Wurstmarktsippung durch ASR Comet initiiert.
In den Jahren über die berichtet wird, ist auch die Erkürung eines Ehrenschlaraffen erfolgt: Prof.
Otto Dill, sechster Ehrenbürger Bad Dürkheims und berühmter Löwenmaler wurde zur 120. Wie-
derkehr seines Geburtstages zum Ehrenschlaraffen „Dillerich der Löwenmaler” in einer festlichen
Matinée in unserer Letheburg erkürt. Profane Freunde hatten Originale von Dill zur Verfügung ge-
stellt um den Rahmen würdig zu gestalten. Die guten Beziehungen des Reyches zur profanen Stadt
haben so entsprechende Dienste geleistet.
Nachwuchssorgen haben wir nicht. Unsere Junkertafel besteht derzeit aus zehn Sassen, die zu
Beginn dieser Winterung mit mittlerweile drei weiteren Jungrittern in einer fulminanten Gemein-
schaftsfechsung in der Wormatia die Junkertafelfehde versus Aula Regia siegreich ausgetragen ha-
ben.
Aus dem lethefrohen und herzlichen Reych ist in den letzten Jahren noch ein besonders musikali-
sches geworden. Darauf sind wir stolz und dankbar.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
369 Auf der Heide
Ilmenauburg, Glock 8 d.A. Buntes Treiben herrscht im Rittersaal. Der Ceremonienmeister Rt Aero-
Phil weist wiederholt auf den Sippungsbeginn hin, das Reychsorchester (Rt Dudicelli, Rt. Loisl und
Jk Jürgen) eilt zu den Instrumenten, Sassen, Eingerittene und Thronsassen kleiden sich ein und die
Truchsesse treten vor den Thron. So und ähnlich geht es im Reych Auf der Heide seit nunmehr
1.175 Sippungen zu.
Am 7.11. a.U. 103 kam in der alten Salzstadt Lüneburg auf den Ruf des Rt Aristos eine Runde ge-
standener Männer zu einem Stammtisch zusammen. Sieben Jahre darauf wurde die Uhufinsternis
endlich durch die Gründung der Colonie „Auf der Heide” vertrieben. Den ersten Thron zierten die
Rtt Aristos (346), Kas-a-deus (271) und Ad-Eins (57). Kurz vor der Reychserhebung (a.U. 112) wurde
voller Stolz das liebevoll ausgestaltete eigene Nest geweiht. Es erhielt den Namen „Ilmenauburg”
und dient bis heute den Sassen des Reyches als wehrhafter und heimeliger Zufluchtsort vor der
Profanei. Den Rittersaal beherrscht eine von unserem Ehrenschlaraffen Florian Geyer gefechste
raumgroße Darstellung des mittelalterlichen Lüneburg.
Durch den Zustrom an jungen Sassen, heute ziert die Sturmhaube den jüngsten Kn 76, wuchs auch
die Wehrhaftigkeit und so kam es a.U. 120 in der Gemarkung der Hildesia zu einer Reychsfehde mit
der Berolina. Die Fehde wurde siegreich beendet und leitete eine lange friedliche Entwicklung ein.
Dabei blieb unsere Sassenschaft stets selbstbewusst und ausrittfreudig.
Gelegentlich eines Ausrittes erhielt Ritter Knirschke Kunde vom Junkertafelturnier um den Firle-
fanz-Humpen, benannt nach dem Stifter des Wettbewerbs. Als Siegeszeichen galt der Titul „Bes-
te Junkertafel des Uhuversums”, mit dem sich die Gewinner des Turneys für zwei Winterungen
schmücken durften. Wie sollte es anders sein: In der Winterung a.U. 131/132 kam es zum Turney
gegen die Junker und Knappen des Reyches Brundunum. Unser Gestrenger Rt Imm-oh-viel und
seine tapfere Junkertafel kehrten als strahlende Sieger vom Austragungsort Sempronia (Sopron)
an die Ilmenau zurück. Bei der späteren Verteidigung fiel der Titul an die Junkertafel des Reyches
Scardinga. Zurück blieben ein prächtiger Humpen und viele Erinnerungen.
Zu berichten wäre noch über die einzigartige Fehde zwischen den Thronsassen der Reyche Ham-
monia und derer Auf der Heide. Unter großer Beachtung der Nachbarreyche wurde die Thronfehde
in der Gemarkung der Lubeca ausgetragen und mit einem achtbaren zweiten Platz beendet.
Die Ilmenauburg thront, wie überall im Uhuversum bekannt, auf dem Gipfel eines unermesslich
großen Steinsalzgebirges. Seit Urzeiten wird in Lüneburg Salz gefördert und weltweit vertrieben.
So lag es auf der Hand, dass unser Reych im allgemeinen als „Einzig wahres Salzreych des Uhuver-
sums” bekannt und beliebt wurde.
Neuerdings erhebt auch das Reych Athenae Gottingensis, Hüterin eines kümmerlichen Salzhorstes,
Anspruch darauf. Die Antwort ist eine Reychsfehde, die in der kommenden Winterung (149/150)
ausgetragen wird. Den Ausgang derselben kann der interessierte Schlaraffe in dero 26 Jahrungen in
der Allschlaraffischen Chronik Band V nachlesen.
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