411 Dresa florentis
Die Reychsgeschichte der Dresa florentis beginnt kurz nach der Wende im profanen Jahr 1990 mit
Sassen bestehender Reyche, die es durch die Profanei in die sächsischen Gaue verschlagen hatte.
Im Heumond a.U. 131 schaltete Rt Bäng-Kerle (286) einen Aufruf in der DSZ.
Die Rtt Fugenbold (136) und Trovatore (388), sowie Pilger Lindemann (12) kamen zum ersten ge-
meinsamen Treff in die Gaststätte „Blaues Ei”. Ein Ausritt führte die Stammtischrunde in die Heim-
burg des Kn 80 (später Rt Linserich, 136) in das wiedererstehende h.R. Budissa. Weitere Sassen
ritten ein.
Zu erwähnen sei hier der Rt Wonnegauner (39), der sein Reich zu einem Ausritt in das h.R. Budissa
begeistern konnte. Bei dieser Sippung wurde der Prüfling Lindemann zum Kn. 81 des h.R. Budissa
gekugelt. Am 5.11. a.U. 132 wurde in Dresden ein eigenes Uhunest gegründet. Der neue Stamm-
tisch zu Dresden traf sich in der Heimburg des Kn 81 (später Rt Radix-bona), zu dem Rt Schnuffi
(50) dazu kam. Die ersten Obristen des Stammtisches waren die Rtt Bäng-Kerle, Trovatore und
Schnuffi.
Man ging daran sich Gedanken über die Zukunft des Uhu-Nestes zu machen. Der alte Name des
untergegangenen Reyches Dresdensia konnte leider nicht wieder aufleben. Es begannen erste logis-
tische Aufgaben: Burg, Mutterreych, Reychsname etc. Im Uhuversum musste Überzeugungsarbeit
geleistet werden, um so früh ein neues Reych in den Ostgemarkungen zu gründen.
Zur Findung des neuen Reychsnamens diente ein Kupferstich Dresdens von Heinrich F. Hogenberg
aus dem Jahre 1565. Damit war der neue Reychsname gefunden. Das h.R. Assindia übernahm die
Mutterschaft. Am 15.12. a.U. 132 wurde im Lingner Schloss die erste Uhubaumfeier begangen. ASR
Rt Inkasso verkündete am 17.10. a.U. 133 die Erhebung des Stammtischs zum Feldlager. Von nun an
wuchs das Feldlager stetig, sowohl durch fahrende Sassen, wie Rt Pils (76), Rt Don Ganzone (209),
Rt Silentro (193) als auch durch Prüflinge aus Dresden. Diese scheuten keinen Aufwand um ihre
schlaraffische Stufenleiter als Kn 369 bis Kn 373 im Mutterreych Assindia zu erklimmen.
Nach dem Carolaschlösschen fand das Feldlager im Hotel Windsor eine neue Heimat. Als weitere
Burgen folgten Café im Rosengarten, Café „Vis á Vis” und bis heute das Restaurant Campus. Am
23.4. a.U. 135 wurde die Gründung der Colonie mit 700 Sassen nebst ihrem Tross feierlich began-
gen.
Das neue Reych wartete bereits mit 21 Erzschlaraffen auf und erhielt die Reychsnummer 411. Die
Gründungsfeier wurde durch ein Konzert des ASO ergänzt. Am 7.10. a.U. 136 erfolgte die Sanktio-
nierung durch den ASR. Zu diesem Festakt umfasste das Reych bereits 25 Sassen. Der letzte Praga-
Ritter, Rt l’Enfant, gründete in Prag den Stammtisch „Moldavia”. Mit dem Ahalla-Ritt des Prager
Sassen Rt Karl II (411) a.U. 144 erlosch leider dieser Stammtisch.
Das 10. Stiftungsfest wurde am 24.4. a.U. 145 mit über 100 eingerittenen Sassen nebst Troß zeleb-
riert. Am 28.10. a.U. 147 gedachten wir gemeinsam mit dem h.R. Budissa dem 125. Gründungsjahr
unseres Vorgängerreyches Dresdensia in einer Festsippung. Bei diesem Festakt wurde zum ersten
Mal der in drei Stufen gestiftete „Dresdensia Gedächtnisorden” verliehen. Mit Beginn der Winte-
rung 149/150 können wir auf eine Sassenschaft von 29 Rittern, Junkern und Knappen verweisen.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
412 Varelia achtern Diek
Sechs Sassen unseres Mutterreyches Schlicktonnia, die Rtt Fress-cati, Pointer, Speel mit, Merlot,
Baribeton und Pro-Cura-Thor, deren Heimburgen und Arbeitsplätze in Varel und südlich davon
waren, gründeten am 6.5. a.U. 132 einen Stammtisch und mit Rt Graph Press von der hohen Olden-
burgia und den Herren Böske, Brunken-Bahr, Jehnichen und Völkner am 24.4. a.U. 133 den Verein
Schlaraffia Varelia achtern Diek e.V. in Varel.
Am 18.5. a.U. 133 wurde der Stammtisch zum Feldlager erhoben. In der Folgezeit „sippte” das Feld-
lager regelmäßig in seiner ersten Burg in der „Fuerstuv” in der Neumarktstraße in Varel und ge-
wann weitere Mitglieder. Zahlreiche Einritte waren zu verzeichnen, unter anderem am 29.11. a.U.
134 der des Rt Hörnchen aus d. h. Reych Bi de hoge Brüch.
Sassen des Mutterreyches und des h.R. Castellum Butjentum ritten regelmäßig ein, überwachten
und vermittelten Grundlagen für das schlaraffische Spiel. Am 10.1.135 wurde Rt Hörnchen Vereins-
mitglied und schlaraffischer Mitgründer. 21 Mitglieder hatte das Feldlager inzwischen, erlitt dann
aber kurz vor der Gründungsfeier durch den Austritt von 5 Mitgliedern einen herben Rückschlag.
Trotzdem sollte nach intensiven Gesprächen mit dem Mutterreych und unserem Sprengelfürsten Rt
Don Miguel und dank seiner Vermittlung beim ASR die Gründung erfolgen. Die 754. Sippung unse-
res Mutterreyches, der hohen Schlicktonnia, war für ihr Töchterlein die Gründungsfeier, sie fand am
8.10. a.U. 135 im Allee-Hotel in Varel statt. Im Verlauf einer beeindruckenden Festsippung beendete
die Colonie Varelia achtern Diek diese Sippung der Schlicktonnia als ihre 1. Sippung.
Zu diesem Zeitpunkt hatte die Colonie folgende Sassen: OÄ Rt Hörnchen, OI Rt Fress-cati, OK Rt
D’Alu, K Rt Pointer, M Rt Apollo-maris, J Rt Baribeton, Sch Rt Speel mit, C Rt Duftikus, die Ritter
La-Critzel, Majordomus, Manipulus, Merlot, Nie-blanc, Papeus, Pro-Cura-Thor und Unrast und als
Pilger Peter Wienke, jetzt der Rt Has-Has.
Er und 3 weitere Knappen konnten bis zum Windmond a.U.136 eingekleidet werden, so dass alle
Voraussetzungen für die Sanktionierung erfüllt waren. Am 20.1. a.U. 137 wurde die Colonie in der
Kuranlage „Deichhörn” in Dangast sanktioniert und zum Reych erhoben. Wenig später wurde der
dortige Kurdirektor im Reych Varelia achtern Diek der Kn 5. Im Verlauf der nächsten Jahre wurden
Rtt Has-Has, Filet-Sio, Stampi, Kie-Witt, Meerfechs, von Arngast und Frech-Fechs zu Rittern ge-
schlagen, und - Oho sei es geklagt - es ritten zwei Erzschlaraffen, die Rtt Nie blanc und Duftikus
sowie der Initiator und Gründungsritter Rt Fress-cati gen Ahalla.
Am 1.10.142 bezogen wir die zweite „Karlsburg”, auch diese Burg muss zur Sippung auf- und ab-
gebaut werden, im Allee-Hotel (jetzt Tivoli) in der Windallee in Varel. Zehn Jahre nach der Grün-
dungsfeier verfolgten am 11.10. 145 mehr als 140 Schlaraffen aus 30 Reychen in einer fulminanten
Sippung die feierliche Überreichung des AHA durch unseren ER und ASR Rt Don Miguel unterstützt
durch ASR Rt Grafex.
Inzwischen wurden drei weitere Sassen zu Rittern geschlagen. A.U. 148 ritt Rt Baribeton, ein weite-
rer Gründungsritter, gen Ahalla. Zurzeit gehören folgende Sassen zu unserem Reych: OÄ Rt Hörn-
chen, OI Rt La-Critzel, OK Rt Has-Has, K Rt Apollo-maris, M Rt Kawus, J Rt Papeus, Sch Rt Kie-Witt,
C Rt Aritur, die Rtt D’Alu, Filet-Sio, Frech-Fechs, Majordomus, Manipulus, Meerfechs, Merlot, Poin-
ter, Speel mit, Stampi, Tolerant und von Arngast sowie zwei Prüflinge.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s