365 Schlicktonnia
A.U. 109 gegründet hat sich das Piratenreych an der Jade unter der Gunst des Uhu seither weiter
fortentwickelt. Die Anzahl der Sassen ist auf über dreißig angestiegen. Die Sippungen des Reyches
erfolgen in der Jadeburg im „Haus der Freundschaft” Rheinstr. 65. Zusammen mit verschiedenen
Logen und Verbindungen nimmt das Haus inzwischen einen festen Platz im kulturellen Leben un-
serer Heimatstadt ein.
Das 25-jähriges Stiftungsfest erstrahlte a.U. 134 in einer Festsippung, die vom Oberschlaraffat OÄ Rt
Unser Hypagio, OI Rt Cardano und vor allem OK Rt Unser Doppelsinn maßgeblich geprägt wurde.
Zu dieser Zeit hatten bereits reisige Ritter unseres Reyches in der Nachbargemarkung Varel die
Gründung eines Tochterreyches betrieben. In unserer Sippung Nr. 754 am 8. im Lethemond a.U.
135 erfolgte die Coloniegründung. Am 20.1. a.U. 137 kam es zur Sankion des hohen Reyches 412
„Varelia achtern Diek”.
Die Tradition des alljährlichen Wellenrittes in die Nordsee wird seit a.U. 139 von unserem ehemali-
gen Kn 1, der Sommerherrlichkeit K Rt Unser Datalus, fortgeführt und hat sich zu einem geschätz-
ten Ereignis im Uhuversum entwickelt. Der Wellenritt wurde um ein Störtebeker-Turney bereichert.
Der Sieger wird für ein Jahr lang Träger der Störtebekerkette. Sein Name wird für alle Zeit durch ein
Kettenglied mit seinen Insignien alldort verewigt.
Eine weitere Tradition wurde vom damaligen Junkermeister, OÄ Rt Fürst Lumpi, begründet. Seit
damals reiten Sassen der Junkertafel, gelegentlich verstärkt durch Ehemalige, alljährlich für einige
Tage in der Winterung in fremde Gemarkungen aus. Andere Schlaraffenreyche, aber auch Kultur
und Sehenswürdigkeiten der Umgebung, sollen erkundet werden.
Die 1.000 Sippung unseres Reyches wurde am 22.1. a.U. 144 feierlich begangen. Am 17.5. a.U. 149
feiert die Schlicktonnia mit einer Festsippung in der Jadeburg ihr 40-jähriges Stiftungsfest.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
366 Barcinonensia
Auch wenn die nächst gelegenen Reyche im Schnitt rund 1000 km entfernt liegen, erfreuen wir uns
einer akzeptablen Einrittsquote. Nicht wenige Freunde besuchen uns in Treue, Jahr für Jahr. So kann
es passieren, dass ein Wortgefecht zum Auslöser einer Reychsfehde wird.
Drei Vitudurum Recken (397) fühlten sich beleidigt und forderten unser Reych zum Duell (126/127).
Da es der Zufall wollte, dass an diesem Abend auch Freunde der Heylbronnen (286) bei uns zu Gast
waren, war auch der Austragungsort sofort bestimmt. Dass die Vituduren das Duell knapp gewan-
nen, wollen wir nur nebenbei erwähnen. Hervorheben jedoch möchten wir die daraus resultierende
Freundschaft und innige Verbundenheit, die auch heute noch andauert.
A.U. 131 verdrängte uns der Immobilienboom aus Barcelonas Stadtmitte. Positiv einzureihen ist die
Tatsache, dass wir dadurch, wenn auch zirka 20 km von Barcelona entfernt, in San Cugat Räumlich-
keiten als Eigentum erwerben konnten. Unser Rittersaal bietet Platz für 40 Personen. Wir verfügen
auch über eine zweckmäßig eingerichtete Küche, Toiletten, Umkleideraum und ein Sitzungszimmer.
Da unsere Sassen aus allen Himmelsrichtungen kommen, hat der neue Standort keinen negativen
Einfluss, und so sippen im Schnitt über 2/3 der Sassenschaft jeden Montag fröhlich bis nahe an die
Mitternachtsstunde.
Einen weiteren Höhepunkt bildete unser 25-jähriges Stiftungsfest (19.03.135) unter dem Motto
„Gaudi bei Gaudí”. Unser Aufwand und die Mühe lohnten sich. Über 200 Gastrecken aus rund 80
Reychen nahmen an unserer Festsippung teil. Der lobende Nachhall aus aller Munde begleitete
unser Reych über Jahre.
Ab zirka a.U. 141 machte sich in den etwas südlichern Gemarkungen von Denia schlaraffisches
Leben bemerkbar. Rt Alpino (366) verfolgte das Treiben am Stammtisch mit großem Interesse.
Sein Vorschlag, unser Reych soll die Mutterschaft übernehmen, fand einstimmiges Gehör. Die
sehr disziplinierten Anwärter machten unsere Bemühungen schnell zur Freude. So kam es, dass
wir am 4.10. a.U. 144 das Feldlager offiziell ins Leben rufen konnten. Am 14.10. a.U. 146 folgte die
Colonie-Gründung gekrönt durch ein entsprechendes Fest, und 2 Winterungen später am 13.10.
a.U. 148 folgte die Sanktionsfeier wieder im Rahmen eines gut gelungenen, schönen Festaktes. Die
hohe Perla Costa Blanca (422) ist in kurzer Zeit zu einem stattlichen Reych mit knapp 30 Sassen
angewachsen.
Nicht nur Erfreuliches, auch Nachdenkliches gehört zu unserer Geschichte. Unser Mutterreych Don
Quijote (352) musste wegen Mangel an Nachwuchs endgültig die Tore schließen. Ein Schritt den
wir alle sehr bedauern, der uns aber gleichzeitig mahnend daran erinnert, dass sich auch bei uns
eine Lösung zu diesem Problem mehr und mehr aufdrängt. Unsere Sassenschaft hat einstimmig
beschlossen, die Tradition der Don Quijote zu übernehmen.
In den verflossenen 25 Jahren haben uns leider viele liebe Freunde für immer verlassen. Ein ganz
herzliches Dankeschön für das reichhaltige Erbe an schlaraffischem Gut sei hier kundtgetan.
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