Beschreibung
Ubbelohde, Otto
Titel: Märchenmaler
Reych: Nr. 317 Marpurgia Chattensis (Marburg)
Geb.: 05.01.1867 in Marburg
Gest.: 08.05.1922 in Goßfelden
Volltext
deutscher Maler und Grafiker Auch wenn sich Ubbelohdes künstlerische Begabung schon früh zeigte, durfte er nur gegen den Wunsch seines Vaters, einem Marburger Hochschullehrer, Maler werden. Nach einem kurzen Studium an der Kunstakademie der Großherzoglich Sächsischen Kunstschule Weimar studierte er in München bei den Akademielehrern Hackel, Diez und Löfftz. 1889 zog es ihn zur Künstlerkolonie nach Worpswede, im Anschluss wurde Ubbelohde Mitglied der Willingshauser Malerkolonie. 1898 kehrte er in den Marburger Raum nach Goßfelden zurück. Von hier aus unternahm Ubbelohde zahlreiche Studienreisen, u.a. 1908 nach Lübeck, um einen Stadtführer zu illustrieren. 1913 folgte seine erste Ausstellung mit 40 Gemälden, Zeichnungen und Radierungen. Motive seiner Bilder sind schwerpunktmäßig Stilleben und Landschaften, insbesondere der hessischen Heimat. Doch wie viele Maler konnte er nicht davon leben, so wandte er sich Buchillustrationen und der Gestaltung von Kalendern und Postkarten zu. Bekannt machte ihn seine Illustrationen zu Märchen der Gebrüder Grimm. Sein Wohnhaus und Atelier ist heute ein Museum, sein Nachlass wurde in eine Otto-Ubbelohde- Stiftung überführt. Darüber hinaus wir im Marburger Universitätsmuseum für Bildende Kunst das malerische Werk Ubbelohdes ausgestellt. 1987 stiftete der Landkreis Marburg-Biedenkopf den Otto-Ubbelohde-Preis. (Text: Rt. Koi (247))
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt