Beschreibung
Köchel, Ludwig Dr. Ritter von
Titel: Ritter von Stain
Reych: Nr. 165 Kremisia Wachaviae (Krems / Donau)
Geb.: 14.01.1800 in Stein
Gest.: 03.06.1877 in Wien
Volltext
österreichischer Erzieher und Forscher Auch wenn der Name Ludwig Alois Ferdinand Ritter von Köchels heute untrennbar mit der Katalogisierung Mozart´schen Musikwissenschaftler. Als promovierter Doktor der Rechtswissenschaften oblag ihm von 1827 bis 1842 die Erziehung der vier Söhne Erzherzog Karls. Nach dieser Aufgabe wurde ihm neben dem Adelstitel auch eine hohe Abfindung zugesprochen, was ihm ein finanziell unabhängiges Leben ermöglichte. So konnte er viel reisen und botanische und mineralogische Studien in Nordafrika, der iberischen Halbinsel, den britischen Inseln, am Nordkap und in Russland betreiben. Seine Mineraliensammlung wird heute noch im Piaristengymnasium Krems, wo er selbst Schüler gewesen war, im Unterricht verwendet. Der dortige „Köchel-Trakt“ wurde nach ihm als Dank für die Stiftung der Mineralien Neben naturwissenschaftlichen Studien befasste sich Köchel, der als Mitglied des Salzburger Mozarteums selbst ein hervorragender Musiker war, mit Musikhistorie und verfasste mit der Geschichte der Hofmusikkapelle und der Biographie von Johnan Joseph Fux anerkannte Werke. Sein sicherlich bedeutendstes Werk ist das 1862 erschienene „Chronologisch-thematisches Verzeichnis sämtlicher Tonwerke Wolfgang Amadé Mozarts“, in dem 626 Mozartstücke nach Erscheinungsdatum geordnet sind. Das Köchelverzeichnis wurde 1905 von Paul von Waldersee, 1937 von Alfred Einstein und 1964 von Franz Giegling, Gerd Sievers und Alexander Weinmann überarbeitet. (Text: Rt. Koi (247))
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt