Beschreibung
Koschat, Thomas
Titel: Thomale von Viktring
Reych: Nr. 126 Claudium forum (Klagenfurt)
Geb.: 08.05.1845 in Viktring
Gest.: 19.05.1914 in Wien
Volltext
österreichischer Dichter und Komponist Nach Absolvierung des Klagenfurter Gymnasiums begann er 1865 an der Wiener Technischen Hochschule Chemie zu studieren, brach aber zwei Jahre später das Studium ab, um Chorsänger und Solist in kleinen Rollen an der Hofoper zu werden. Weitere Stationen in seinem Leben lesen sich so: 1874 Domsänger zu St. Stephan, 1878 Hofkapellsänger, 1907 Ehrenmitglied der Hofoper. Seit 1904 war er mit der Tänzerin Paula Massak verheiratet. Das zu seiner Zeit berühmte „Koschat-Quintett", (1. Quintett 1877 - 1887, nur Männerstimmen, 2. Quintett 1894 - 1896, eine Frauen- und vier Männerstimmen, 3. Quintett 1897 - 1906 nur Männerstimmen) unternahm zahlreiche Konzertreisen in Europa und Amerika und trug sehr viel zur Popularität von Koschats Kompositionen bei. Von diesen sind der größte Teil „Lieder im Kärntner Volkston", das sind Lieder im Dialekt mit Text und Musik von Koschat. Eine zweite Gruppe bildeten jene Kompositionen, in denen er teilweise Kärntner Volkslieder verwendet. Diese beiden Gruppen stellen das eigentliche „Koschat-Lied" dar. Ihnen gegenüber sind die echten Kärntner Volkslieder, die Koschat bloß bearbeitete und setzte, mit hochdeutschen Text verschwindend an Zahl. In Wien wurde er zum Wahlmargaretener (Margareten ein Wiener Gemeindebezirk) und so zeugt eine Gedenktafel am Hause Strohbachgasse 2 von dem Schöpfer des bekannten, echten Kärntner Volksliedes: „Verlassen, verlassen, verlassen bin i": Dem Andenken des Kärntner Tondichters, der in diesem Hause wirkte und starb, seine Landsleute und Verehrer, 1924. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt