326 Am Eysenhammer
Schrieben wir in der Chronik a.U. 125 von „goldenen Jahren” des Reyches, so kann man jetzt mit Ge-
nugtuung vermelden, dass in den seither verflossenen 25 Jahren dieses Gold sorgsam verwaltet und
poliert wurde, auch wenn ein deutlich erkennbarer Generationswechsel erfolgte. Wir mussten den
Ahallaritt vieler, auch großer und prägender Sassen beklagen – denken wir nur an die Würdenträger
Rtt ErbO Auto-Krat, Agil, Ironio, Interno, Reim-Flott, ErbJ Aufrecht, ErbM Aussi, ErbSch Imposant,
ErbK Murr oder an unseren warmherzigen Hospes Rt Urquell, den virtuosen Seufzerholzspieler Rt
Nirwano, unseren Malerfürsten Rt Pinsel-angelo und den Herrn des Schützengrabens Rt Sauser.
Wir sind aber weiterhin ein lebendiges Reych dank der begeisterten und tatenfrohen Ritter; über 30
kamen seither neu hinzu!
Seit über 40 Jahren sippen wir nunmehr in unserer heimeligen Urquellburg in den uns dereinst von
Rt Urquell (inzwischen von seinem „Knäpplein” Rt Stamperl) überlassenen und von unserem Burg-
vogt Rt Fix (zuletzt unterstützt von Rt Offizyn) seit Jahrzehnten aufopferungsvoll verwalteten Räu-
men. A.U. 147/148 haben wir unsere Burg unter der tätigen Regie von Rt Kat-Ion rundum erneuert.
Das ansprechende Sippungsniveau, bis a.U. 125 von Rt Auto-Krat und a.U. 133 von Rt Ironio als
Fungierende gepflegt, hielten Rt Streberl (bis a.U. 135) und Rt Reim-Flott (bis a.U. 137) weiterhin
erfolgreich hoch.
Und bis heute sorgen die Rtt Bilancio, Kat-Ion (beide seit a.U. 133, vorher ErbK bzw. ErbC) und Cor-
pulus (seit a.U. 137) für Kontinuität und Lebendigkeit in unseren Sippungen. Auch die Rtt Führ-Witz
(C/K), Geh-leis (M) und Lenk-Rath (J) erfüllen schon seit mehr als 10 Jahren ihre Reychswürden
mit Leben.
Eckpfeiler des Sippungsgeschehens waren die großen Feste: „10 Jahrungen Obersteigersippung”
im Schloss Theuern am 29.3. a.U. 126, „Blaue Blume Schlaraffia” im Zelt der Landesgartenschau
am 8.6. a.U. 137 und unsere glanzvolle 50-Jahr-Feier im Amberger Congress Centrum am 5.10. a.U.
143.
Am 13.11. a.U. 145 zelebrierten wir schließlich in Weiden eine stilvolle Gründungsfeier und sind seit-
her stolz auf unsere einzige, unsere ganze Liebe empfangende Tochter In der Weyden.
Natürlich wurden, neben den vielen Sippungen der „kleinen Welt”, die von den Alten überlieferten
weitergeführt, wie „Weiß-blau beim Bock” oder die stimmungsvollen Uhubaumfeiern mit unseren
Burgfrauen. Sehr wichtig ist uns weiterhin die Pflege der Erinnerung an die Bergbaugeschichte Am-
bergs im Rahmen unserer Obersteigersippungen, besonders gepflegt von den Rtt Goss und Führ-
Witz; viele Freunde, die Orden und Titel eines Obersteigers tragen, wissen davon.
In jeder Winterung wird zudem bestimmter Ehrenschlaraffen, und zwar eines Dichters in der Geis-
tesheroen- und eines Komponisten in der Tonheroenfeier, gedacht. Letztere wird vorwiegend getra-
gen von unseren Musici, heute geschart um die Rtt Carcassi und Musikan’s.
Die Freundschaft zu anderen Reychen pflegen wir durch regelmäßige Reychsausritte und seit a.U.
138 alljährlich einen Wochenendausritt zu jeweils zwei bis drei entfernteren Reychen, wobei Ausrei-
ter für die 10-malige Beteiligung an diesen zum „Ritter der Windrose” erkürt werden.
Groß ist auch die Zahl der bei uns einreitenden Freunde, sehr häufig aus den Reychen Ratisbona
und Onoldia (was sich z.B. in der Anzahl der „Winterkönige” widerspiegelt) und aus In der Weyden.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
327 Hohentübingen
Es schien das Schicksal unseres Reiches zu sein, in der Universitätsstadt Tübingen nur schwer eine
ständige Bleibe zu finden. Jedenfalls brachten auch die Jahre ab a.U. 124 viele Burgwechsel mit sich.
Die „Parkgaststätte” („die kleinste Burg des Uhuversums”), die Gaststätte „Herzog Ulrich” und
die Burg der Trutze Achalm (338) waren zunächst unsere Heimat. Eine passende Burg fanden wir
endlich dank unseres weiland Rt Lord Kork-Ex a.U. 129 im Schützenhaus zu Tübingen-Weilheim, wo
wir uns sehr wohl fühlen. Sie erfüllt in jeder Hinsicht die Bedürfnisse unseres kleinen Reiches, bietet
uns aber auch die Möglichkeit, im gleichen Gebäude eine Festsippung mit weit über 150 Personen
zu zelebrieren.
In den letzten 25 Jahren fand im Reich ein Generationenwechsel statt. Die letzten Erz-Schlaraffen
sind gen Ahalla geritten (ER Skipps (15) a.U. 134 und Rt Nelson a.U. 140); eine neue Generation ist
herangewachsen, die bewusst darauf achtet, Bewährtes zu erhalten, aber auch Neues zu wagen. So
ist uns die Tradition des alle 2 Jahre durchgeführten Blitzreiterturneys eine Verpflichtung und ein
Höhepunkt der jeweiligen Winterung.
Derzeit sind 14 Schlaraffen stolze Träger dieses Ordens. Ebenso wird an der Tradition der „Freund-
schaftssippung” festgehalten, eine Sippung der Nachbarreiche Under Teck (333), Trutze Achalm
(338) und uns, mit im jährlichen Turnus wechselndem Ort. Eine andere Tradition haben wir a.U. 148
geändert: die vor 25 Jahren als Krystalline begonnene EHE-Neujahrfeier hatte sich sehr schnell zu
einer Burgfrauenfestsippung mit Tanz und Buffet gemausert - mit jährlich steigenden Einrittszah-
len, die wir dank unserer Festburg leicht meistern konnten. Nicht meistern konnten wir dagegen die
Wetterbedingungen im Eismond, so dass wir a.U. 149 unsere jährliche Festsippung probeweise als
„Fliedersippung” im Ostermond feiern.
Neu ist die seit a.U. 136 jährlich wechselnde „Sippung der drei hohen Reiche Hohenfreudenstadt
(354), Hohenschramberg (409) und uns, die die Beziehungen dieser Reiche untereinander fes-
tigt, ganz zu schweigen von dem sowieso sehr guten Verhältnis zu unserer Tochter Hohenfreuden-
stadt.
Ebenso neu und im Uhuversum wohl einmalig ist die seit a.U. 139 durchgeführte gemeinsame
JuKnaSi unserer Junkertafel mit der der Trutze Achalm (338). Gerade die gemeinsame Vorbereitung
hilft, Freundschaften zu begründen. Im Dienste der Freundschaft steht auch die schon Tradition
gewordene AtzungsKrystalline vor der Sippung, ebenso eine besondere Eigenheit unseres Reiches.
Hier hat man Zeit, ein privates Wort mit anderen Schlaraffen zu wechseln und so einander besser
kennen zu lernen, was man ja während der Sippung nicht kann.
A.U. 143 konnte unser Reich auf sein 50-jähriges Bestehen zurückblicken, was mit einer Festsippung
im Hotel Stadt Tübingen und großem Rahmenprogramm gefeiert wurde. Im Windmond a.U. 146
zelebrierten wir gar die 1.500 Sippung, verbunden mit einem dreifachen Ritterschlag.
Sind wir mit derzeit 37 Sassen auch kein großes Reich, so hat vielleicht gerade dieser Umstand dazu
geführt, dass wir recht schwungvoll sippen. Wir sind ein Reich, in dem viel gelacht wird, ein Reich
mit sehr lebendiger Junkertafel, in dem Blitzfechsungen besonders gewürdigt, ja geradezu provo-
ziert werden. So schauen wir voller Zuversicht in die nächsten 25 Jahre.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s