Reych Nr. 193

Schumann, Robert

Unbekannt ·S-U

Beschreibung

Schumann, Robert
Titel: Manfred
Reych: Nr. 193 Castrum Bonnense (Bonn)
Geb.: 08.06.1810 in Zwickau
Gest.: 29.07.1856 in Endenich

Volltext

deutscher Komponist Während seines Jurastudiums in Leipzig nahm er Klavierstunden bei Friedrich Wieck und wechselte 1830 ganz zur Musik über. Die angestrebte Pianisten-Laufbahn musste er allerdings nach einer Fingerlähmung aufgeben und so wandte er sich dem Komponieren zu. 1834 kam erstmals seine „Zeitschrift für Musik" heraus, die ein Forum der romantischen Musik werden sollte. Mit seiner Frau Clara, die er gegen den Willen ihres Vaters Friedrich Wieck geheiratet hatte, erlebte er ein Jahrzehnt beglückender Zusammenarbeit. Als Pädagoge und Dirigent war er wegen seines verschlossenen Wesens hingegen weniger erfolgreich und musste 1853 von seiner Stellung als Musikdirektor der Stadt Düsseldorf zurücktreten. Es mehrten sich die Zeichen einer Gemüts- und Nervenkrankheit, so dass er nicht mehr komponieren konnte. 1854 suchte er den Freitod im Rhein, wurde aber von Schiffern gerettet und lebte bis zu seinem Tode geistig umnachtet in einer Nervenklinik. Den Durchbruch als Komponist verdankt er seiner Frau Clara, die sich als berühmte Klaviervirtuosin unermüdlich für seine Werke einsetzte. Seine Kompositionen drücken die tiefen Empfindungen seiner Epoche aus. Im Sinne der Romantik wehrte er sich gegen die Überbewertung einer musiktheoretischen Ausbildung auf Kosten der schöpferischen Phantasie. Wie viele Romantiker vereinte er in seinem Schaffen die Liebe zur Musik und zur Poesie. Allein im Jahr seiner Heirat, 1840, entstanden 140 Lieder, darunter die Zyklen „Liederkreis“, „Frauenliebe und – leben“, „Dichterleben“, im Ausdruck weitgespannte Spiegelungen eines empfindsamen Seelenlebens. Zweiter Schwerpunkt war die Klaviermusik, hauptsächlich seiner Frau gewidmet, u.a. „Papillons", „Carneval“, „Davidsbündlertänze", „Phantasiestück", „Kinderszenen", darin die berühmte „Träumerei“ und „Kreisleriana“, ferner das Klavierkonzert a-moll, 1845, vier Sinfonien und Kammermusik. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt