Beschreibung
Watzlik, Hans
Titel: Böhmerwald
Reych: Nr. 307 Pluvia Silvana (Zwiesel)
Geb.: 16.12.1879 in Unterhaid
Gest.: 24.11.1948 in Tremmelhausen
Volltext
böhmischer Lehrer und Dichter Hans Watzlik wurde als Sohn eines Postbeamten geboren und war zunächst als Lehrer in verschiedenen südböhmischen Orten tätig. Seit 1925 begann er als freier Schriftsteller an seinem letzten Schulort in Neuern am Osser mit ernsten und humorvollen Dichtungen und phantasievollen Erzählungen. Mit Vorliebe wählte er seine Themen aus dem Volkstum, der Landschaft und dem Geschichts- und Sagenkreis des Böhmerwaldes und des angrenzenden Bayerischen Waldes sowie des oberösterreichischen Gebietes. Mit „Ungebeugtes Volk" und „Deutschböhmische Heimat" wollte er die Kulturgemeinschaft der Sudetendeutschen mit dem gesamten deutschen Volk betonen. Seine bekanntesten Werke sind die Novellensammlung „Im Ring des Ossers", „Die schöne Maria", die heimatgebundenen Romane „Phönix“, „O Böhmen!", „Fuxloh", „Ums Herrgottswort", „Das Glück von Dürrnstauden", „Der Pfarrer von Dornloh", „Die Leturner Hütte", „Der Teufel wildert" sowie „Der Meister von Regensburg", „Die Hinterwäldler" und „Die Försterei von Fürstenried". Für seine Werke und Leistungen in deutscher Sprache erhielt er 1931 den Staatspreis der Tschechoslowakei. Als Vertriebener lebte er seit 1945 auf Gut Tremmelshausen bei Regensburg, wo er auch starb. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt