Beschreibung
Brant, Sebastian Prof. Dr.
Titel: Narrenschiffer
Reych: Nr. 267 Porta Alpina Constantiae (Konstanz)
Geb.: 1457 oder 1458 in Straßburg
Gest.: 10.05.1521 ebenda
Volltext
deutscher Dichter und Humanist Brant studierte in Basel und erhielt 1484 die Erlaubnis zu lehren. 1489 wurde er Dr. der Rechte. Seine Lehrtätigkeit in Basel führte er 1499 aus, als die Stadt Basel der Schweizer Confoederation beitrat. Im Jahre 1500 wurde er Syndikus und 1503 Stadtschreiber in Straßburg. Später wurde er von Kaiser Maximilian I. zu seinem Rat und zum Pfalzgrafen ernannt. Hier verfasste er zur Unterstützung des Kaisers religiöse und politische Schriften gegen Frankreich und die Türken. Brants literarischen Ruf begründeten weniger seine lateinischen Poesien (1498) und juristischen Werke, als das deutsch geschriebene „Narrenschiff" (1494), das in fast alle europäischen Sprachen übersetzt wurde und eine Sammlung gereimter Strafpredigten in 112 Kapiteln gegen menschliche Laster und Torheiten seiner Zeit in witziger und freimütiger Form enthält. Jedes Kapitel wurde mit vorzüglichen Holzschnitten ausgestattet, die höchstwahrscheinlich von A. Dürer stammten. Geiler von Kaisersberg hat den Inhalt verschiedentlich zum Gegenstand lateinischer Predigten gemacht. Das „Narrenschiff" wurde der größte literarische Erfolg des 16. Jahrhunderts. Brant hat auch den „Freidank“ und den „Renner“ von Hugo von Trimberg bearbeitet. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt