Reych Nr. 353

Zelter, Karl Friedrich

Unbekannt ·V-Z

Beschreibung

Zelter, Karl Friedrich Prof.
Titel: Artus
Reych: Nr. 353 Castellum Novaesium (Neuss)
Geb.: 11.12.1758 in Berlin
Gest.: 15.05.1832 ebenda

Volltext

deutscher Musiker Zelter war der Sohn eines Maurermeisters, ging in Berlin auf das Gymnasium und wurde sicher zur Freude seines Vaters 1783 selbst Maurermeister. Seine ganze Liebe gehörte jedoch der Musik. Schon 1791 trat er in die Singakademie seines Lehrers Fasch ein und übernahm 1800 deren Leitung. 1809 gründete er die erste Berliner Liedertafel und das Königliche Institut für Kirchenmusik. Weniger bekannt wird sein, dass er als erster Geiger im Rellstab-Orchester mitwirkte, das durch seine „Lieblingskonzerte" berühmt wurde. In der Singakademie legte er den Grund für die vorbildliche Pflege der Bach'schen Musik (Wiedererweckung der Matthäuspassion durch Mendelssohn-Bartholdy, 1828). Als Komponist hat er in erster Linie das volkstümliche Solo und Chorlied ausgebaut. Eine seiner bedeutenden Kompositionen war auch das Oratorium „Die Auferstehung". 1809 wurde er Mitglied der Akademie der Künste und 1811 als Professor an die Universität in Berlin Da Zelter schon seit 1795 regen Briefwechsel mit Goethe unterhielt, entwickelte sich ab 1802 eine echte Freundschaft. Das führte dazu, dass Zelter meist Dichtungen von Goethe für seine Lieder und Balladen verwendete. Zelter war auch schriftstellerisch tätig. Er schrieb 1801 „Christian Friedrich Fasch" und eine „Selbstbiographie“, die erst nach seinem Tode von W. Rintel herausgegeben wurde. Ebenso erhalten geblieben ist der gesamte Briefwechsel mit Goethe, der 1833 von Riemer der Öffentlichkeit übergeben werden konnte. Zweifelsohne gilt Zelter als Begründer der Preußischen Musikpflege. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt