Castellum Novaesium

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 353 — Castellum Novaesium. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

353 Castellum Novaesium
Als wir in den Sippungen der Jahrung a.U. 129 auf unser 25-jähriges Bestehen zurückblickten, waren
43 Sassen stolz auf das Erreichte und schauten hoffnungsfroh in die Zukunft. Nachwuchssorgen
kannten wir noch nicht und dankbar konnten wir in allen Sippungen Gastrecken aus Nah und Fern
begrüßen.
Zum 25. Stiftungsfest überraschten uns derart viele Einrittankündigungen, dass wir kurzfristig das
Rosengarten-Restaurant der Stadthalle Neuss als Festburg anmieten mussten. Schlaraffen aus 24
Reychen beehrten uns. Die Festsippung verdiente ihren Namen und das überaus positive Echo
motivierte uns, den Weg zu Uhus Ruhm wie bisher fortzusetzen.
Eine damals herausgegebene kleine Festschrift ist noch heute sehr lesenswert. Unser Mutterreych,
die hohe Dusseldorpia, unterstrich in ihrem Grußwort das freundschaftlichste Verhältnis zwischen
den beiden Reychen und versprach, ihrer Tochter in diesem Sinne immer beizustehen. Unsere Mut-
ter hat ihr Wort gehalten und wir vergessen dies nicht.
Seit a.U. 116 sippten wir im Neusser Kolpinghaus in einem Raum, der von vornherein als Notburg
angesehen wurde. 8 Jahrungen suchten wir eine angemessene Heimstatt und dann fand sich, für
alle überraschend, eine Lösung.
Ein direkt neben der Notburg gelegener, geeigneter Raum wurde frei. Die ungeahnte Arbeitskraft
vieler Sassen erstaunte. Renovierungs- und Installationsarbeiten erledigten sie klaglos in 3 Monden.
Im Christmond a.U. 124 konnten wir die Burg in Besitz nehmen und einige Wochungen später wei-
hen. Wertvolle Hilfestellung bei der Ausgestaltung der Burg leistete unsere Mutter. Aber auch ein-
zelne Schlaraffen bekundeten ihre Freundschaft zu unserem Reych durch gezielte Sachspenden.
Die Großherzigkeit auch eigener Sassen hat bis heute die ständige Verschönerung der Burg und
Verbesserung der Zubereitungs- und Aufbewahrungsmöglichkeiten von Atzung und Labung er-
möglicht. Einen hochwertigen Konzertflügel konnten wir dank einer großzügigen Spende eines
Sassen und mit Hilfe weiterer „Flügelspender” erwerben. Zum fröhlichen Schlaraffenleben gehört
die Musik und wir sind stolz, dass immer wieder begnadete Sänger und Instrumentalisten zu uns
gefunden haben.
Von unseren Turneyen nimmt das Praga-Turney um des Reyches Praga-Kette zu Ehren unserer All-
mutter die herausragende Stelle ein. Nach dem 22. Turney im Lenzmond a.U. 148 sind in der Sieger-
liste 19 Ritter aus 12 Reychen verzeichnet. Auch die Turneye um die Faust-, Funke- und Minnekette
erfreuen sich regen Zuspruchs.
Den mehr als 200 Legionären – aus 65 Reychen – unserer ruhmreichen IX. Erft-Legion wurde a.U.
140 eine Ruhepause verordnet, um Kraft für neue Taten zu sammeln.
Fünf Erzschlaraffen, davon noch zwei bei uns aktiv, 12 Ehrenritter und 14 Erftritter sind eine Säule
auf die wir uns stützen. Viele von ihnen reiten regelmäßig ein. Bis a.U. 135 hatten wir stets über 40
Sassen. In dieser Jahrung verloren wir von 45 Sassen 7. In den folgenden sieben Jahrungen ging
die Sassenzahl auf 33 zurück, um a.U. 143 schlagartig auf 26 zu sinken. Diesen Stand konnten wir
in den folgenden vier Jahrungen halten.
Inzwischen geht es wieder aufwärts, die Talfahrt scheint beendet. 30 Sassen kämpfen, dass das
Schiff Castellum Novaesium weiter Fahrt aufnimmt. Sie bereiten hoffnungsfroh das 50. Stiftungs-
fest vor, mit Begeisterung und Liebe zum schlaraffischen Spiel.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
354 Hohenfreudenstatt
Wieder sind 25 Jahre schlaraffischen Wirkens an uns vorbeigerauscht, ersichtlich an der Häufig-
keit der Jubiläumsschriften des fürwitzigen Reyches Hohenfreudenstatt. Es waren die zahlreichen
Verleihungen von Erb, Urs und Großursippen von so verdienten Sassen wie Rt Bal d`Hasard II, Rt
Eidamo, Rt I-net, Rt Kürass-oh, Rt Lluja, Rt Tricks, Rt Wort-Fix, Rt Y-grec und Rt Moggele, die Ver-
leihung der höchsten Ehren für Freunde aus den umliegenden Reychen, dem Ehrenritterhelm der
Hohenfreudenstatt, an die Freunde Rt Argentus, Rt Gut-edel und Rt Technofex – alle 409, Rt Florett
und Rt Querl (11), Rt Rostra-nie-nie (89), Rt Schnarcherl (370), Rt Welt-weit (49), Rt Custos (271)
und Rt Paradeiser (327).
Eine neue Ehrung für verdiente Sassen des Uhuversums, um den Namen der Hohenfreudenstatt
im Uhuversum bekannt zu machen, ist die Schärpe „Künder der Hohenfreuden”, die an so illustre
Sassen wie die Rtt Rostra-nie-nie, Quer-fällt-ein (409), Magel-Ahn (267) und Pentragon (86) ver-
liehen wurde.
Absoluter Höhepunkt der vergangenen 25 Jahrungen war das 40. Stiftungsfest der Hohenfreuden-
statt am 8.10. a.U. 144 in den Sälen des Kurhauses zu Freudenstadt; hervorragend ceremoniert
von Rt Glück-auf und-ab. Unser hochverdienter Rt Bal-dHasard II hat fürtrefflich die Chronik der
Hohenfreudenstatt aufgezeigt.
Der Lauf des allgemeinen Zeitgeschehens wurde immer rasanter. Manche Schlaraffen wollten Ex-
klusivität nach außen zeigen, andere das mit überzogenem Traditionalismus aufhalten und dann
nicht vergessen der Versuch, den Individualismus oben anzustellen. Von all diesen Entwicklungen
wurde unser Reych nicht berührt. Es hat sein Niveau bewahrt und ist seinen schlaraffischen Idealen
treu geblieben. Was stattfand, war der Generationenwechsel. Junge, dynamische Sassen, moderne
Menschen unserer Gesellschaft, die Rtt Y-grec, Laible und Pe-Eßle, lösen die hochverdienten Obe-
ren am Thron der Hohenfreudenstatt – die Rtt Fonso, Bal dHasard II und Kürass-oh – ab.
Wie haben es die Sassen der Hohenfreudenstatt den geschafft ? Kunst ist Sinn und Begeisterung für
das Schöne - wohl dem Reych, welches so namhafte Künstler in seinen Reihen hatte und hat wie wir:
die Rtt Colorio, Artis, Atonis und unser amtierender Ceremonienmeister Artik.
Im kleinen Rahmen unserer schlaraffischen Gemeinschaft gilt es, die schlaraffischen Ideale und
letztendlich auch Kultur zu bewahren. Wie großartig unser kleines, aber feines Reych dieses be-
herrscht, erleben wir ständig in unseren Sippungen, von denen viele jährlich wiederkehren, so z.B.
das Turney um die Musikkette, Feuerzangenbowle mit Reimen und nicht zu vergessen die weithin
bekannte Weißwurst-Atzung unseres Kantzlers Rt Lluja mit ächten Weißwürsten zugunsten des
SOS-Kinderdorfes.
Das Reych Hohenfreudenstatt ist ein kleines, fürwitziges Reych, aber das auf hohem Niveau. Unse-
re Burg im Haus Schierenberg ist nicht groß, aber dafür gemütlich und fein.
In Assoziation an unseren Gründungsritter Rt Klein aber Fein. Das Reych Hohenfreudenstatt ist
klein und fein, und wir alle wünschen uns, dass es auch in den nächsten 25 Jahrungen so bleiben
möge.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
Quelle: Chronik Band IV, S. 438-439