Beschreibung
Dante Alighieri
Titel: Divino
Reych: Nr. 139 Castrum Majense (Meran)
Geb.: 17.06.1265 in Florenz
Gest.: 14.09.1321 in Ravenna
Volltext
italienischer Dichter und Philosoph Dantes Ahnherr Cacciaguida hat am zweiten Kreuzzug teilgenommen und wurde von Konrad III. zum Ritter geschlagen. Des Dichters Vater Alighiero (um 1280) war zweimal verheiratet, mit einer Bella unbekannten Namens, Dantes Mutter, und mit Lapa Cialuffi, von der ein Sohn Francesco und eine Tochter entstammten. Nach vielseitigen privaten Studien in Florenz erwarb sich Dante eine gute Bildung, begann schon sehr jung zu dichten und genoss verdienten Ruhm als Lyriker. Später studierte er in Florenz bei den Dominikanern und Franziskanern Theologie und wandte sich nach dem Tode seiner Jugendliebe Beatrice, die er in seinem späteren Werk verherrlichte, der Philosophie zu. Daneben betätigte er sich auch politisch nach dem Eintritt in die Zunft der Ärzte und Apotheker, wurde Mitglied des Rates der Hundert und einer der sechs Priori. Dante politisch den kaiserfreundlichen „Weißen Guelfen" an. die in Opposition zu den päpstlich gesonnenen „Schwarzen Guelfen“ standen. Als Papst Bonifaz III. der die Herrschaft über die Stadt zu erlangen trachtete, 1301 Karl von Valois als Schlichter der Streitigkeiten nach Florenz entsandte. wurden die weißen Guelfen entmachtet und ihre Führer, darunter auch Dante, aus der Stadt verbannt. Auf das erste Verbannungsurteil folgte 1302 ein zweites mit dem Zusatz, dass Dante zum Tode verurteilt sei. Dante hat seine geliebte Geburtsstadt nie wieder gesehen. Er ging zunächst nach Verona, wo er am Hofe von Bartolommeo della Scala gastliche Aufnahme fand. Nach dessen frühem Tode ging er wieder auf Wanderschaft, wahrscheinlich nach Bologna, um dort zu studieren oder zu lehren, bis er dort 1306 erneut vertrieben wurde. Man vermutet, dass er zwischen 1306 und 1310 in Paris weilte. 1310 eilte er Kaiser Heinrich VII. entgegen, der über die Alpen nach Rom zog, aber alle seine Hoffnungen wurden mit dem Tode des Kaisers 1313 zunichte. Die letzten Lebensjahre, etwa ab 1316, verbrachte er mit seiner Frau Gemma aus dem Florentiner Geschlecht der Donati in Ravenna. Außer 2 Söhnen ist auch eine Tochter Beatrice verbürgt, die in ein Kloster in Ravenna eintrat. Die Gebeine des größten italienischen Dichters ruhen noch heute in Ravenna. In dem Hauptwerk Dantes „Divino Commedia", der göttlichen Komödie, kommt das universale religiöse, philosophische und geschichtlich-politische Weltbild des Mittelalters in genialer Weise zum dichterischen Ausdruck. Das Versepos bestand ursprünglich aus drei Teilen. dem Inferno (Hölle), dem Purgatorio (Läuterungsberg) dem Paradiso (Paradies). Die „Divina Commedia" ist die visionäre Wanderung durch die drei Reiche des Jenseits unter Virgils Führung, die Beatrice im irdischen Paradies übernimmt. Weitere kleinere Werke sind: „Das neue Leben", das sich mit seiner Jugendliebe befasst, eine Sammlung „Lyrische Gedichte", „Das Gastmahl", „Die Blume", in lateinischer Sprache, „Von der Volkssprache", „Vom Kaisertum", „Hirtengedichte“ und „Untersuchung über Wasser und Erde". Seine Werke sind in fast alle lebenden Sprachen und ins Lateinische, Griechische und Hebräische übersetzt (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt