Beschreibung
Pferschy, Hermann
Titel: Burgsang
Reych: Nr. 289 First im Felde (Fürstenfeld)
Geb.: 04.01.1892 in Fürstenfeld
Gest.: 18.11.1968 ebenda
Volltext
Fabrikant und Schriftsteller Erzschlaraffe des H.R. First im Felde Ritter Burgsang von Lichtenegg war Erzschlaraffe der am 01.12. a.U. 70 gegründeten Colonie First im Felde. Nach seinem Ahallaritt wurde der Groß-Ursippe und Erb-Oberschlaraffe Burgsang, der unter anderen den Titul Seine Hoheit Faust III. Teil und Poeta laureatus trug, zum Ehrenschlaraffen mit dem Namen Burgsang erkürt. Hermann Pferschy wurde am 04.01.1892 als Sohn eines Spirituosenfabrikanten in Fürstenfeld geboren, machte den Ersten Weltkrieg in Südtirol mit und begann an der Grazer Universität das Studium der Philologie. Er musste es jedoch 1921 wegen des Todes seines Vaters abbrechen und ins Geschäftsleben einsteigen. Sein Studium und seine künstlerische Begabung kamen dem Kulturleben Fürstenfelds zugute, indem er zusammen mit dem Buchhändler Rudolf Buchner (weiland Rt. Rosmarin) und dem Maler und Grafiker Hans Fronius eine Theaterrunde gründete, die sich sogar an eine „Faust“-Aufführung wagte, und als Rezitator seinen Landsleuten das Schatzkästlein der Weltliteratur zur Kenntnis brachte. Von eigenen Werken ist besonders sein Band „Gedichte“ als Auslese seines reichen lyrischen Schaffens hervorzuheben. In „Gemmen" sind 15 historische Erzählungen gesammelt, die seine große Charakterisierungskunst unter Beweis stellen. Als Höhepunkte seines Schaffens können die Textbücher zu den Opern „Die Sängerin" und „Sommerlegende", beide von Hans Holenia (weiland Rt. Gamelan der Ton-Bandige, 4) vertont, erwähnt werden. Als Schriftleiter einer lokalen Wochenzeitung und als Verfasser zahlreicher Essays, Kurzgeschichten und Novellen brachte er seine Wortgewalt voll zur Geltung. Als Ez unseres Reyches zierte Rt. Burgsang viele Jahre den Thron. Seine künstlerische Feinfühligkeit, seine Warmherzigkeit haben viele unserer Sassen geprägt, und so wirkt sein Geist, viele Jahre nach seinem Ahallaritt am 18.11.1968, in seiner geliebten First im Felde noch nach. (Text : Rt. Ton Car-los (289))
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt