Beschreibung
Puccini, Giacomo
Titel: Bohème
Reych: Nr. 353 Castellum Novaesium (Neuss)
Geb.: 22.12.1858 in Lucca
Gest.: 29.11.1924 in Brüssel
Volltext
italienischer Komponist Puccini, der wohl letzte große italienische Opernkomponist, wurde 1858 in eine Musikerdynastie hineingeboren. Seine musikalische Begabung fiel früh auf, wenngleich er wenig Interesse an einer musikalischen Ausbildung zeigte. Sein durch ein Stipendium finanziertes Studium an dem Mailänder Konservatorium beendete er dennoch mit großem Erfolg. Der künstlerische Durchbruch gelang ihm 1884 mit der Oper „Le Villis“, im gleichen Jahr lernte er seine Geliebte Elvira Gemignani kennen, die für ihn ihre Familie verließ und zu Puccini zog. Finanzielle Probleme, vor allem nach der Geburt des Sohnes Tonio, konnte Puccini erst 1893 nach dem Erfolg der Oper „Manon Lescaut“ bewältigen. Weltbekannt wurde er durch seine nächsten Werke „La Bohème“ (1896), „Tosca“ (1900) und „Madame Butterfly“ (1904). Doch aufgrund zahlreicher Liebeleien und Affären kehrte keine trotz Heirat (1904) Ruhe in Puccinis Leben ein. Der unstete Lebenswandel führte zu Schaffenskrisen und Depressionen. 1918 gelang es ihm, mit „Trittico“ 3 einaktige Opern an einem einzigen Abend aufzuführen, doch ohne großen Erfolg. Sein letztes Werk, „Turandot“, sollte er nicht mehr selbst vollenden. Puccini starb 1926 in einer Brüsseler Klinik. Wie vielen anderen Künstlern auch gelang es Puccini, sein problematisches Leben in Kreativität umzusetzen, durch die Erschaffung von Opernwelten in ein eigenes Umfeld zu fliehen. So führt die leidenschaftliche Liebe in seinen Werken zumeist zu Tragödien und Tod, ohne darin Erfüllung zu (Text: Rt. Koi (247) )
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt