Concilsperiode a.U. 140-145 (ASR-Bericht)

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Bericht über a.U. 140-145, XXII. Concil zu Colonia Agrippina

Volltext

Bericht des Vorsitzenden des ASR über die Concilsperiode a.u. 140 bis a.U. 145
Rt Schilf (153)
Anlässlich des XXII. Allschlaraffischen Concils zu Colonia Agrippina hat der Landesverband Schla-
raffia Helvetica den Vorsitz vom Landesverband Deutschland übernommen.
Die Leitung unseres Bundes ist eine ehrenvolle Aufgabe und ein Lehen auf Zeit. „Lehen” bedeutet
immer Verantwortung gegenüber einer höheren Instanz, in diesem Fall gegenüber den Reychen
Allschlaraffias. Der LV Schlaraffia Helvetica ist dieser Verantwortung gerecht geworden und hat das
Lehen an den LV Austria weiter gegeben.
Geistige und materielle Tätigkeiten des ASR
In echt schlaraffischem Geist wird die geistige Tätigkeit des ASR hie und da angezweifelt, aber
auch in dieser Amtsperiode haben sich die Räte bemüht, ihre Arbeit im Sinne unseres Bundes
auszuführen.
Der ASR hat in diesen fünf Jahren elfmal gesessen, das heißt, er ist elfmal zusammengekommen. Es
war in Köln, Innsbruck, Rio de Janeiro, Basel, Landshut, Baden bei Wien, Calgary, Salzburg, Kaisers-
lautern, St. Gallen und Luzern. Der Rat dankt diesen Reychen und deren Sassen für die freundliche
Aufnahme. Über diese Sitzungen wurde in DSZ jeweils ausführlich berichtet. Der Vorsitzende war
immer bestrebt, eine transparente Politik zu verfolgen.
Einer mehrjährigen Tradition folgend führt der ASR in jeder Concilsperiode je einmal in die Ge-
markungen der Landesverbände Lateinamerika und Nordamerika eine Sitzung durch. Mit diesen
Besuchen soll die Bedeutung der Landesverbände Amerikas hervorgehoben werden und zudem
ein Zeichen der Zusammengehörigkeit im uhuversumweiten Verbund gesetzt werden. Die Freunde
aus den beiden Landesverbänden reisen bei 11 Sitzungen also neunmal nach Europa. Es bleibt
die Hoffnung, dass nach diesen Ausführungen die oft kritisierte Reiseaktivität des ASR toleranter
betrachtet wird.
Der ASR wurde geschaffen, weil es die Allmutter Praga nicht mehr gibt. Er ist an ihrer Stelle oberster
Hüter schlaraffischen Wesens. Diese Verpflichtung nimmt der Rat sehr ernst. Er ist - wie wohl wir
alle - der festen Überzeugung, dass nur das unbedingte Festhalten an den Spielregeln von Spiegel
und Ceremoniale den Reiz unseres Bundes ausmacht, und damit seinen Bestand sichert.
Deshalb musste sich der Rat auch in meiner Amtsperiode mit Verstößen von Reychen und von
einzelnen Sassen gegen den Geist dieser Regeln befassen. Seid versichert, dass alle Streitfragen
sorgfältig geprüft und abgewogen wurden. Es wird aber auch erwartet, dass die Entscheide von
den betroffenen Reychen und Sassen angenommen und umgesetzt werden. Das ist ein Gebot der
schlaraffischen Freundschaft, aber auch der Klugheit: Schlaraffia darf nicht durch falsch verstandene
Toleranz, durch Trotz, Rechthaberei oder auch Laxheit gefährdet werden.
Wie sagt Stauffacher in Funkes „Wilhelm Tell”? „Ein Oberhaupt muss sein, ein höchster Richter, wo
man das Recht mag schöpfen in dem Streit!”
Dieses Festhalten an Spiegel und Ceremoniale war sicher einer der Gründe, die Schlaraffia halfen,
Concilsperiode
a.U. 140 - a.U. 145
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
die zum Teil sehr uhufeindlichen Zeiten in den 145 Jahren ihres Bestehens zu überleben. Auf der an-
deren Seite war Schlaraffia immer fähig, sich Herausforderungen unterschiedlichster Art zu stellen,
sich mit ihnen kritisch auseinander zu setzen und, was gut und sinnvoll schien, zu nutzen.
An der Legatentagung beim Concil zu Colonia Agrippina wurde der Allschlaraffenrat beauftragt,
Spiegel und Ceremoniale überprüfen zu lassen und die Ergebnisse dieser Arbeit dem jetzigen Con-
cil vorzulegen. Die den Legaten zugestellten synoptischen Unterlagen sind das Ergebnis von über
lange Jahre hinweg gesammelten Anregungen, die aus zahlreichen Reychen beim Allschlaraffenrat
vorgebracht und von der Spiegelkommission behandelt worden sind.
Diese Anregungen ergaben sich vor allem aus der Erfahrung der Reyche, dass einzelne Regelungen
in Spiegel und Ceremoniale aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr korrekt oder gar überhaupt
nicht mehr eingehalten werden. Damit war der Allschlaraffenrat in seiner Eigenschaft als oberster
Hüter schlaraffischen Wesens aufgefordert, seiner Pflicht nachzukommen, über die strenge Einhal-
tung von Spiegel und Ceremoniale zu wachen.
Er beauftragte deshalb die Spiegelkommission, diese Anregungen zu diskutieren und sie im Hin-
blick auf Durchsetzungsfähigkeit und Vereinbarkeit mit den schlaraffischen Grundsätzen und dem
Geist des schlaraffischen Spieles zu bewerten. Anregungen, die diesen Kriterien entsprachen, wur-
den dann im Allschlaraffenrat als mögliche, den Reychen vorzulegende Änderungsvorschläge dis-
kutiert. Nach jeweiliger Billigung durch den Allschlaraffenrat wurden die Vorschläge den Reychen
in mehreren Aussendungen zur Stellungnahme vorgelegt. Das Ergebnis dieser Stellungnahmen
wurde den Legaten mit der Tagesordnung zugestellt und stand zur Beratung an.
Aus den Stellungnahmen ergab sich, dass eine Anzahl von Vorschlägen die Zustimmung der Rey-
che mit einer 4/5-Mehrheit (oder mehr) erfahren haben. Diese Vorschläge wurden im Sinne von
§ 8 Ziffer 7 Sp als Beschlüsse aufgelegt und en bloc behandelt. Verschiedene Punkte wurden ein-
zeln diskutiert. Rt Van der Goschen (29) führte als Referent durch diese Diskussion über Spiegel
und Ceremoniale. Alle vorgeschlagenen Änderungen wurden angenommen. Lediglich die Frage
der Altersorden wurde mit dem Antrag darüber nochmals nachzudenken an den Allschlaraffenrat
zurückgewiesen. Die Beschlüsse wurden ab sofort in Kraft gesetzt. Rt Van der Goschen und der
Spiegelkommission wurde für ihre große Arbeit uhuherzlich gedankt. Somit gilt ab dem Concil zu
Lulucerna der Schlaraffen-Spiegel Ausgabe a.U. 145.
Bei der Allschlaraffischen Stammrolle wird festgehalten, dass es sich wirklich um einen Dauerbren-
ner handelt. Seit ich Schlaraffe bin, höre ich immer wieder und überall permanente Diskussionen
über dieses Buch. Nach den Erfahrungen der letzten fünf Jahre ist der Vorsitzende der Meinung,
dass diesem leidigen Thema die Wichtigkeit etwas abgesprochen werden soll. Schlaraffia erschöpft
sich nicht in der Stammrolle.
Die Stammrolle 142/143 wurde ohne Titeleindruck versandt. Somit wurde allen Sassen im Uhu­
versum die Möglichkeit geboten, die beiden Varianten der Stammrolle (mit und ohne Titel) gegen-
einander abzuwägen.
Dann folgte 143/144 eine ganz dicke Stammrolle mit zu großen Zeilenabständen und zu großen
Buchstaben. Diese unglückliche Aktion basierte auf unglücklichen, technischen Übermittlungsfeh-
lern und ist - wie oft unterstellt worden ist - keinesfalls absichtlich erfolgt. Nun ist in den letzten
zwei Winterungen wieder etwas Ruhe eingekehrt. Die Stammrolle erschien in gleicher Aufmachung.
Die Schriftgröße wurde verkleinert, auch wurde dünneres Papier - soweit für die Druckerei möglich -
gewählt. Anstelle der bisherigen Kartonverpackung wurde Schrumpfpackung verwendet. Diese soll
in Zukunft noch etwas verstärkt werden. Der ASR hat sich an die fünfjährige Liefervereinbarung mit
Pröll Druck, welche für die ganze Concilsperiode eingegangen wurde, gehalten.
Der ASR hat sich in den letzten drei Jahren jeglicher Titelstreichung enthalten.
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Die Stammrolle wurde in der bewährten und tadellosen Aufmachung und zudem äußerst kosten-
günstig von Rt Rotatio (Pröll Druck) hergestellt. Die Datenzentrale ist heute in der Lage, druckferti-
ge Vorlagen abzuliefern. Die neue, vorliegende Stammrolle 145/146 kostet EUR 4,64 - 9 Cent mehr
als im Vorjahr mit EUR 4,55 - wegen Mehrumfanges durch den Eindruck der Ehrenr

[… Fortsetzung im Originalband]
Quelle: Chronik Band IV, S. 34-37