Hagena

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 189 — Hagena. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

189 Hagena
Am 28.10. a.U. 128 feierte das Reych Hagena die 75. Wiederkehr seines Stiftungstages. Glanzvoll der
Rahmen. Rund 600 Sassen, Burgfrauen und Gäste hatten den Weg in die Festburg - im Parkhaus
Hagen - gefunden.
Der Ceremonienmeister Rt Drive ließ Sassen aus 73 Reychen - unter ihnen stark vertreten das Mut-
terreych Asciburgia, DSR und ASR - einreiten. Hagenas jüngster Ehrenritter ASR Rt Aborelli fand von
Herzen kommende Worte der Gratulation für das Reych. Auch der Bürgermeister der Stadt Hagen
wusste seine Glückwünsche in Worte zu kleiden, die einem Schlaraffen alle Ehre gemacht hätten.
In seiner Festansprache gab Rt Unser Felix Rückblick auf 1.871 Sippungen der Hagena und einen
hoffnungsvollen Ausblick auf die Zukunft des Reyches. Hervorragende Fechsungen gestalteten den
weiteren Verlauf. Eine fröhliche Krystalline mit Tanzbeinschwingen bis in die Morgenstunden run-
dete diesen schönen Tag ab.
Die Erinnerungen an das Stiftungsfest waren noch lange nicht verblasst, als eine große Herausfor-
derung auf das Reych zukam. Die Burg im Parkhaus Hagen wurde gekündigt. Es musste eine neue
Burg gemietet oder gekauft werden.
Das Reych entschied sich für einen Kauf. Nur 6 Monate standen zur Verfügung. Nachdem ein
geeignetes Objekt gefunden war, begannen die Umbauarbeiten, die zum großen Teil von der Sas-
senschaft ausgeführt wurden.
Es war eine beachtenswerte Gemeinschaftsleistung, die es ermöglichte, dass am 12.10 a.U. 130 die
neue Westfalenburg geweiht werden konnte. Inzwischen verfügt das Reych über ein schuldenfreies
Eigentum mit Vermietungsmöglichkeiten.
Unter dem Motto: „Wir üben für das 100ste und feiern die 90” trafen sich die Sassen der Hagena
und eine große Freundesschar am 19.10.a.U. 143 in der Festburg Hotel Mercur in Hagen.
Vor Sippungsbeginn erfreute Rt Canterino mit seinen Meisterschülern von der Musikhochschule
Köln die eingerittenen Sassen und Gäste mit einer musikalischen Soiree, die große Begeisterung
auslöste.
Rt Fürst Unser Smoking erinnerte in seiner Festansprache an die Vergangenheit unseres Reyches.
Auf den Tag genau vor 90 Jahrungen wurde die Hagena geboren. Es war ein Fest voller Harmonie
und Fröhlichkeit. Die ErbO Fürst Unser Felix und Fürst Unser Smoking stellten sich nach 20 Jah-
rungen nicht mehr als Oberschlaraffen zur Wahl, um jüngeren Sassen Platz zu machen. Einer der
Höhepunkte im Berichtszeitraum war die Reychsfehde mit unserem Nachbarreych Elberfeldensis,
die in den Gemarkungen der Glorimontana ausgetragen wurde. Das Reych ist stolz auf seine Jun-
kertafel, die bei einem Junkertafelwettstreit in der Truymannia siegte und sich beste Junkertafel des
Sprengels nennen durfte.
Nahezu an allen Sippungsabenden bereitete der Rt Unser Meloderich als Truchsess mit seinen
schönen Versen und als Sänger mit seiner Gitarre dem Reych und seinen Gästen viel Freude.
So beschreiten dir Hagenen die letzten 5 Jahrungen bis zur 100sten Wiederkehr unseres Stiftungs-
tages im vollen Bewusstsein der damit verbundenen Verpflichtungen, aber auch mit der stolzen
Gewissheit, das von den Altvorderen übernommene Vermächtnis getreulich gehütet zu haben.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
190 Hildesia
Es war die 2.068 Sippung im Ostermond a.U. 128, in der das 75. Stiftungsfest unseres Reyches
gefeiert wurde. Die Aula der Hohnsenschule war festlich geschmückt, als 120 Sassen Erb-Hkt Don
Kurbello erlebten, der die Sippung eröffnete. 120 Sassen feierten fröhlich und ausgelassen unser 75.
Geburtsjahr. Drei Jahrungen später, am 18.4. a.U. 132 feierte auch unsere liebe Mutter Erforda ihr
100. Stiftungsfest. Ein großes Fähnlein unseres Reyches ritt in Erfurt ein, um sich nach der uhufins-
teren Zeit mit der Mutter zu freuen. Vorher waren die Bande Insunderheit durch unsere wld Rtt Bon
Juan, Graf Danilo, Dr. Ped, Van Bac und Don Kurbello aufrecht erhalten worden. Heute sind diese
Ritter Legenden, derer nicht nur die älteren Sassen bei den Ahallafeiern dankbar gedenken.
Eine neue Generation „gestaltender Gestalten” lenkt nun die Geschicke unseres Reyches, nachdem
auch die Rtt Vespagnol, Orkan, Prospektus und Lyrik in den lichten Gefilden Ahallas weilen.
Rt Don Kurbello sah zu seiner Zeit als OI, dass unser Reych im Uhuversum zuwenig von Diplo-
maten vertreten ist. Also ernannten wir Consuln, denen alljährlich eine Sippung gewidmet ist.
Huckup-Ritter gesellten sich zu den besonders auserwählten Freunden. Die Huckup-Sage berichtet
von einem Wicht, der „Stehldeifs” (z.B. Apfeldieben) auf den Rücken springt, um sie mit seinem
Gewicht solange zu malträtieren, bis der Erwischte ermattet zu Boden sinkt. Dass dies die Aufgabe
auch der Huckupritter sein soll, wird nicht bestätigt! Am Anfang der Hildesheimer Fußgängerzone
steht am alten Platz dies Huckup-Denkmal, das die Bombardierung der Stadt am 22. März 1945
überstanden hat.
Die Beziehung zu unserer Großmutter Vimaria, die inzwischen blüht und gedeiht, sowie zu unserer
Mutter Erforda wurden, nachdem Deutschland seine Vereinigung gefeiert hatte, gefestigt. Unsere
Töchter feierten inzwischen ihre Jubiläen: Die Kaiserpfalz ihr 25. a.U. 144 und Ob der Hamel ihr 50.
Stiftungsfest a.U. 148 gar festlich und überaus fröhlich. „An den Töchtern kann man ermessen, wie
alt man selbst ist”, war in Hameln zu vernehmen. Wie wahr, wollen wir doch a.U. 154 selbst unser
100. Stiftungsfest begehen.
Am 19.1. a.U. 143 rangen in unserer Kehrwiederburg die Sassen der Junkertafeln derer Ob der Ha-
mel und Athenae Gottingenses um den Sieg. Entzündet hatte sich die Fehde einmal mehr an dem
seltsamen Verschwinden einer Knute. Ein herrliches Spiel hatten sich beide Mannschaften einfallen
lassen. Eigentlich waren alle Kämpen Sieger. Die Ob der Hamelner hatten einen hauchdünnen Vor-
sprung errungen. Unser Huckebeynritt, der seit a.U. 89 in ununterbrochener Reihenfolge zu Ehren
unseres ES Hans Huckebeyn stattfindet, erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Über 200 Schla-
raffen besuchen jährlich das Grab unseres ES, wo Kurzzitate von ihm so manchen Lacher erzeugen.
Eingeleitet wird der Zug zur Ruhestätte unseres ES durch drei urgewaltige Kanonenschläge aus der
nun wieder im Reychsbesitz befindlichen Reychkanone, die jahrelang in Osnabrück versunken war.
Unser Rt Kosmet hatte auf Drängen der Sassen der Junkertafel das Bumsgerät zurückgekauft und
dem Reych dediziert. Eine Odyssee, denn die Kanone war nie angemeldet, unterliegt aber dem
Kriegswaffen-Kontrollgesetz. Rt Silent, profan auch Nimrod, ist nun unser Kanonier, der die Kanone
weit über Mechtshausen hinaus zum Huckebeynritt ins Ambergau erschallen lässt!
Das anschließende Ringen um die von der Wilhelm-Busch-Gesellschaft gestiftete Hans-Huckebeyn-
Kette für Ritter und den gefangenen Hans-Huckebeyn im Käfig für Junker und Knappen, hat inzwi-
schen ein hohes Niveau erreicht. Die Sassen, die in der Vergangenheit wesentlich die Geschicke
unseres Reyches bestimmt haben, werden nun sicher mit Stolz und Wohlgefallen aus Ahalla auf ihr
Reych herabblicken und von dort die weitere Entwicklung genau beobachten.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
Quelle: Chronik Band IV, S. 327-328