Castrum Solodurum

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 334 — Castrum Solodurum. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

334 Castrum Solodurum
Vor über 40 Jahrungen wurde erstmals am Ende der Winterung eine gemeinsame Sippung mit dem
hohen Reych Offenburgia Badensis organisiert. Seither trafen sich die beiden befreundeten Reyche
abwechselnd jedes Jahr mit einem speziellen Rahmenprogramm. Diese Sippungen haben sich von
Anbeginn größter Beliebtheit bei den Sassen, Lilien- und Ehrenrittern erfreut. Auch Sassen unserer
Mutter, der Berna, nahmen gerne Anteil an diesen Anlässen.
Seit etlichen Jahrungen wurde auch der zweitägige Gründonnerstag-Ausritt von Solodurum-Sassen
an die Ostereiersippung des hohen Reiches Haidelberga oder an die Gründonnerstag-Sippung der
hohen Sacrodunum zur lieb gewordenen Tradition.
Es ist eine Eigenheit des stets lachenden Reyches, dass auch die Zahl 11, berühmte „heilige Zahl”
unserer profanen Stadt Solothurn, Eingang fand in die Schlaraffia. So würdigte das Reych die 1.111
Sippung in großem Rahmen in der Säulenhalle des Landhauses zu Solothurn.
Unvergessen bleiben die Stiftungsfeste anlässlich der 25. und 40. Wiegenfeste unseres Reyches in
den Jahrungen a.U. 124 und 139 im Festsaal des Landhauses. Auch für die Feier zum 50. Stiftungs-
fest des Castrum Solodurum wurde a.U. 149 in die ehrwürdigen Gemäuer des Landhauses zur
glanzvollen Festsippung geladen.
Welch tüchtige Schlaraffen dem stets lachenden Reych entsprossen sind, zeigt auch die Tatsache,
dass in der Zeit von a.U. 136 bis 139 das Castrum Solodurum unter dem damaligen Landesvater Rt
Bodoni, den Vorort des Helvetischen Landesverbandes stellte. Erwähnenswert ist ebenfalls, dass
a.U. 136 der Allschlaraffenrat in der Solodurum tagte und sippte und mit seiner Präsenz Reich und
Wengi-Burg ehrte. Ebenso zeugen in den Rtt Bodoni und O’Bolus zwei Allschlaraffenräte von der
hervorragenden Qualität der Solodurum-Sassen.
Ehrenvoll war auch der Beitrag des Castrum Solodurum zum Concil a.U. 146 in Luzern, arbeiteten
doch einzelne Sassen maßgeblich im Fähnlein der Organisatoren mit.
Nachdem das Castrum Solodurum schon in den Jahrungen 126, 132 und 137 die Ehre hatte, erhielt
das Reich auch a.U. 148 die Aufgabe, im Auftrag des helvetischen Landesverbandes die Tagsatzung
und die helvetische Freundschaftssippung auszurichten.
Die Zahl der Sassen hat sich im letzten Vierteljahrhundert auf rund 50 stabilisiert. Die Sippungen
werden durchschnittlich von 25 Sassen belebt. In Anbetracht der vielen Absenzen infolge beruflicher
Unabkömmlichkeit oder Bresthaftigkeit ist diese Anzahl erfreulich hoch. Wir können uns stets an
zahlreichen Einritten erfreuen, was nicht zuletzt auf unsere, in der Regel auf zwei Stunden begrenz-
ten, humorvollen Sippungen zurückzuführen ist. Dem güldenen Ball wird dabei eine dominierende
Rolle beigemessen. Hoffen wir, dass dies auch in den kommenden Jahrungen seine Fortsetzung
finden wird.
Eine Herausforderung für unser Reich am Ende dieses halben Jahrhunderts ist die Aufgabe, dem in
der Profanei grassierenden Vereinsüberdruss im Schlaraffenland des Geistes entgegen zu wirken.
Wir müssen uns vermehrt um guten Nachwuchs kümmern, ohne dabei die schlaraffischen Quali-
tätsansprüche an den Nachwuchs zu verwässern.
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335 Wetiflar
Die a. U. 108 zur 335. Sippung des Reyches geweihte (gemietete) Burg konnte im Frühjahr a.U. 124
käuflich erworben werden. Die Sassenschaft ist einer großen Sorge enthoben. Es ist allerdings nicht
ganz einfach, alle Sassen, besonders die älteren, davon zu überzeugen, dass diese Gelegenheit nur
einmal kommt, zumal das Ende des bestehenden Mietvertrages nahe ist.
Die Sommerung steht ganz im Zeichen der Burgbau-Arbeiten, bei denen viele Hände viele Stunden
tätig sind, auch um hinzugewonnene Räume nutzbar zu machen. Eine enge Bindung „der Schaf-
fenden” und die Freilegung ungeahnter handwerklicher Talente sind ein zusätzliches Glück. Die 25.
Jahrung des Reyches wird aufgrund des Burgerwerbs nicht mit einem großen Fest, sondern mit
separaten Sippungen für die Reyche des Sprengels begangen.
Eine Winterung der besonderen Art, auf die eingeladenen Reyche eingehend und für die Würdenträ-
ger sehr fordernd. Wechselnde Freundschaftssippungen mit den Reychen Am Eschenwege, Conflu-
entia, Heylbronnen, Pfalzbruggen und Wiesbadensia sind zur Tradition geworden, ebenso die enge
Bindung zum Mutterreych Zu den Gyssen und zur Großmutter, der Nauinheimbia Wettereiba au-
rea. Rt Karaphil der Par-Nasser, Träger des Lorbeer zum Großursippenorden und a.U. 129 an Jahren
ältester Sasse des Uhuversums, geht im gesegneten Alter von 102 Jahren auf den einsamen Ritt.
A.U. 131 begeht das Reych die 1.000 Sippung im festlichen Rahmen des „Haus des Gastes” zu
Braunfels, an ein Konzert des Allschlaraffischen Orchesters anschließend. Die Winterungen um
den Burgkauf und nach der 1.000 Sippung sind von einem Generationenwechsel der Würdenträger
geprägt. Ein natürlicher Vorgang im Leben, von dem auch ein Reych nicht verschont bleibt.
So dienten und dienen dem Reych bisher 23 Oberschlaraffen, zwei davon halten es, oder das Reych
mit ihnen, 15 Jahrungen aus, ein Kantzler und ein Junkermeister bringen es sogar auf beachtliche
21 Winterungen. Fast 40 eigene Sassen und 25 Ehrenritter hat das Reych bis heute zu betrauern.
Der „Vater des Reyches” und Initiator der Wetiflar, Rt Wummerle der Umstürzler, verlässt uns a.U.
145 als letzter und nie in 58 Schlaraffenjahren fehlender Erzschlaraffe. Das 40jährige Bestehen des
Reyches wird als „Familienfeier” begangen, zu der die Sassenschaft mit ihrem Tross und die Eh-
renritter geladen sind. Ein festlicher, intimer Rahmen, verschönt durch den Jugendstil des Raumes.
Auch Schlaraffen werden älter, so erleichtern wir unseren gehbehinderten Freunden den „Aufstieg”
zur Burg durch den Einbau eines Treppenlifts, auch sonst wird im Laufe der Jahrungen renoviert,
verändert, modernisiert.
Am 22.9. a.U. 148 begeht das Reych den 50. Wiegentag. Die Wetzlarer Stadthalle als Ort des Gesche-
hens und die Sassenschaft als Gastgeber können sich über den Zustrom der einreitenden Freunde
und deren Zustimmung zum festlichen Abend freuen. Für das Reych ein Glanz- und Höhepunkt im
Reychsgeschehen, dank auch der Beiträge des Mutter- und Großmutter-Reyches, die eine Abrun-
dung des Programms bewirken.
Im Lethemond a. U. 148 kann das Reych auf 40 Jahrungen des Sippens in der Götzburg zurück­
blicken. In die zweite Hälfte des Jahrhunderts seines Bestehens geht das Reych Wetiflar voller Zu-
versicht und frohen Mutes, pendelt sich doch die Sassenschaft um die Zahl 45 ein.
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Quelle: Chronik Band IV, S. 419-420