261 Bonaerenis
A.U. 125 zählte das Reych 26 Sassen, davon 20 Ritter, 6 Knappen und Junker. Der Sassenstand hat
sich bis a.U. 147 auf 34 erhöht. Unsere Pampaburg hat sich nicht geändert und war keinen Proble-
men ausgesetzt, da der Hospes begeistert von unserem Bund ist und ihm das Reych gar feierlich
für seine Aufmerksamkeit dankte.
Als der Hospes einmal sein Lokal vermietet hatte, gab es Schwierigkeiten, da die Gerichtsbarkeit
beim Bruch des Mietvertrages unsere Burg mit einbezog. Daher waren wir gezwungen, in Notbur-
gen unterzukommen, bis sich die dunklen Wolken verzogen hatten und wir zurückkehren durften.
Bei dieser Gelegenheit begründeten wir einen Burgfond, zum Ankauf einer eigenen Burg.
A.U. 141 erfolgte ein Großeinritt, der Brückenritt zwischen den nord- und lateinamerikanischen
Reychen. Es gab ein rauschendes Fest im Deutschen Club, wie es schöner nicht sein hätte können.
Wir bemühen uns, die Sippungen auf hohem, geistvollem Niveau zu halten und musikalisch zu
bereichern. A.U. 130 ritten wir zuversichtlich zur Reychsfehde mit der Rio Carioca gen Porta Alegren-
sis. Wie erwartet, ließ uns unsere gelungene, feine und leise Art den Sieg über die laute und grobe
Polterei der Rio Carioca erringen.
A.U. 141 wurde Utz Schmidl zu unserem ES ernannt. Ein Fähnlein aus der h. Strubinga, die Utz
Schmidl ebenfalls zum ES erkürt hatte, ritt bei uns ein und half mit, dieses ersten Deutschen auf
argentinischem Boden zu gedenken.
A.U. 140 erkürten wir ASR Comet und etwas später den verdienten Kantzler des hohen Reyches Rio
Platensis Rt Blitzstift zu Ehrenrittern.
Im Ostermond a.U. 145 durften wir das allererste Auftreten des ASO in Südamerika geniessen. Das
Orchester begann seine Konzertreise in Buenos Aires und bot ein buntes Potpourri meisterlicher
Musik, das seinen Höhepunkt in der Bonaerenser Reychshymne fand, einer Schöpfung unseres Rt
Fil-Ludi.
A.U. 146 erlebten wir eine wunderschöne Gemeinschaftssippung mit der h. Rio Platensis aus Anlass
der Sitzung des LVLA in Buenos Aires. A.U. 147 gab es viele harmonische Sippungen, unter ande-
rem mit einem Fähnlein deutscher Sassen auf seinem Südamerikaritt und dem grossen Ereignis
eines fünffachen Ritterschlages, der von ErbO Rt Babbelfex magistral zelebriert wurde.
Im Heumond konnte der Vorsitzende des LVLA Rt Tamosis bei einer Freundschaftssippung mit
unserem Schwesterreych Rio Platensis vier altgedienten Rittern den GU-Orden überreichen. Später
erfolgte der Einritt mehrerer Mitglieder des ASR in den Gemarkungen unseres Reyches, sodass
die Ereignisse dieser Jahrung unvergesslich bleiben. Zum Abschluss bleibt nur, mit Rt Nicomet zu
sagen:
„Eine schöne Zeit war es, wie immer, ein tolles Reych, ja, ja das sin ´mer !”
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
266 Burckhardia
Unser wienerwaldfröhliches Reych, an der westlichen Stadtrenze zu Wien gelegen, hatte zu Jah-
rungsende 124/125 insgesamt 39 eigene Sassen. Damals wurde in der Burg im Gasthof zum Golde-
nen Adler im Sinne unseres Erzschlaraffen Rt Nymrod gesippt, der die Burckharden als ein „lustig,
vergnügliches Völklein” charakterisierte.
Dem Umbau des Hauptplatzes zu einer Fußgängerzone fiel a.U 131 auch unsere Burg zum Opfer.
Durch Uhus Fügung gelang es in einem nicht genutzten Keller der Schöffel-Hauptschule einen
Raum zu finden, der wegen des vorhandenen Gewölbes für das Errichten einer Schlaraffenburg wie
geschaffen war.
Durch ernormen Arbeitseinsatz, zahlreichen Spenden aus befreundeten Reychen sowie durch 12
Sassen, die als Bürge und Zahler die Ausfallhaftung für einen namhaften Kredit übernahmen, konn-
te unsere neue Burg errichtet werden. Bereits im Lethemond a.U. 132 wurde unsere Burg, auf die
wir heute sehr stolz sind, geweiht.
Das zweite große Ereignis, das aus Sicht der Burckhardia im Berichtszeitraum erwähnenswert er-
scheint, ist unser 75-jähriges Stiftungfest, das wir am 13.10. a.U. 142 im feierlich dekorierten Stadt-
saal von Purkersdorf unter Teilnahme zahlreicher profaner und schlaraffischer Honoratioren zeleb-
rierten. In einer 30 Seiten umfassenden Chronik haben wir Vergangenheit und Gegenwart unseres
Reyches dokumentiert.
Bei unserem 80 Stiftungsfest, das wir gleichzeitig mit unserer 2.000 Sippung feierten, konnten
wir wieder eine große Zahl schlaraffischer Freunde und Ehrengäste in unserer Burg begrüßen. Von
den 39 Sassen, die vor 25 derer Jahrungen bei uns sesshaft waren, sind inzwischen 29 gen Ahalla
geritten.
Erwähnen wollen wir einige, die sich besondere Verdienste um die Burckhardia erworben haben.
Unser Rt Nockwell der Benzinrossbändiger, hat in seiner 40-jährigen Zugehörigkeit zu unserem
Bunde in unserem Reych viele Würden, darunter 16 Jahre die eines Oberschlaraffen bekleidet. Darü-
ber hinaus hat er 14 Jahre als Landeskantzler und 10 Jahre als Mitglied des Schlaraffenrates Austria
gewirkt. Unser Rt Stelzerl der Dorfpoet war mit seinen 8 Ehrenhelmen sicher unserer liebenswür-
digster Botschafter, den Burckhardia jemals im Uhuversum hatte.
Als Erbschatzmeister hat er vor allem beim Bau unserer derzeitigen Burg dafür gesorgt, dass wir
unseren finanziellen Verpflichtungen gegenüber den Kreditgebern stets ohne Verzögerungen nach-
kommen konnten. Wir sind stolz auf ihn, denn wie kaum ein anderer hat er den Geist Schlaraffias
auch gelebt.
Unser am weitesten ausgerittener Sasse war Rt Jeton der Spielerschreck, der als einziger Ritter
Burckhardias alle damals bestehenden Schlaraffenreyche im Uhuversum besucht hat und deshalb
Träger des Wiking-Ordens war. Rt Singfein der Kinderbader ist im 97. Lebensjahr gen Ahalla gerit-
ten. Er hat uns im Laufe seiner 47-jährigen Mitgliedschaft immer wieder mit seinem Singsang auch
noch bei der Verleihung des Großkristall zum GU erfreut.
Ein fester Bestandteil unseres Sippungsgeschehens sind heute die von unserem Generalmusikdi-
rektor Rt Kurtzi gestalteten Tonheroensippungen. Im Laufe der letzten 25 Jahrungen haben wir 36
Knappen aufgenommen. Bei einem Sassenstand von derzeit 27 geben 4 Knappen und 2 Junker an
unserer Junkertafel Anlass, dass wir auch weiterhin optimistisch in die Zukunft blicken können.
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