Brema

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 52 — Brema (Bremen). Geschichte aus Band I der Allschlaraffischen Chronik.

Volltext

Nr. 52 BREM A (Bremen)
gegründet 27. 11. a. u. 14 (1883)
Am 25. Stiftungsfest der Allmutter Praga war auch die
Brema durch ihren Oberschlaraffen R. Positiv vertreten.
In der ersten AllschlarafHschen Statistik steht die Brema
unter den 118 Reychen Ca. u. 37 [1896]) an achtletzter
Stelle mit nUf 11 Sassen und zwei Nichtseßhaften.
Das 25. Stiftungsfest der Brema war mit einem All~
schlaraffischen Sommerfest verbunden, auf dem ein Preis­
ausschreiben für ein Grabdenkmal für den Urschlaraffen
Graf Gleiclten verfaßt wurde. Eine Fahrt nach Helgaland
beschloß die Festfalge. -
Viele Stürme durchbrausten in
den ersten Jahrzehnten das Reych, bis endlich ein fester, jahrelang erprobter
Stamm von Sassen sich herangebildet hatte, zumal eine geeignete Burg in der
Neustadt (Grünenstraße 11-12) gefunden war. Bis zum 50. Stiftungsfest ver­
lief die Entwicklung in aufsteigender Linie.
Am 21. 7. a. u. ;2 (1911) celebrierte die Brema aus Anlaß des Amerika­
rittes der europäischen Reyche in der "Union" eine Festsippung, auf der die
Brema zu ihrer großen Freude Hkt. Adonis der h. Berolina begrüßen konnte.
Eine große Anzahl Bremer Sassen verabschiedete anschließend die gen Aha­
merika Reitenden an der Columbus-Kaje in Bremerhaven.
Am VIII. Allschlaraffischen Konzil in Turicensis nahm Hkt. Illil1g (Dr. Wi1~
helm Persen, sen.) als Legat teil. Der 1. Weltkrieg unterbrach dann die Sip­
pungen; der Zusammenhang unter den Sassen blieb jedoch fest gefügt.
A. u. 61 (1920) erlebte Brema zum erstcnmal Mutterfreuden: Die in Vege­
sack wohnenden Sassen trennten sich von ihr und gründeten das Reych Castel­
lum Visurgis.
Dank der aufopfernden Gebefreudigkeit des R. Trott wurde der Brema
a. u. 63 (1922) ein Haus in der Meinkenstraße zur Verfügung gestellt. Hkt.
IlliHg veranlaßte darauf die Gründung des Vereins "Uhuhorst" , der nun den
Bau einer eigenen Burg in Angriff nahm. Diese wurde bereits a. u. 65 (1924)
von Hkt. Bü[ow geweiht. Die Brema hatte jetzt ein schlaraffisches Zuhause,
bis sie durch das Hitlerregime gezwungen wurde, das Haus zu verkaufen, da
eine Beschlagnahme drohte.
Auf dem Konzil zu Haidelberga war die Brema durch Hkt. Biilow vertreten.
A. u. 66 (1925) wurde in der Brema die kombinierte Sippung der nordischen
Reyche anläßlich des
Europa~Rittes der ahamerikanischen Reyche festlich
begangen.
Am 30. 4. a. u. 69 (1928) genaß die Brema zum zweiten Male Mutter~
freuden: eine prächtige Tochter, die Orbaha Chattensis, wurde ihr geboren.
Zum Konzil in Juvavia a. u. 70 (1929) wurde Eb~Hekt. IIlfi1g als Legat
entsandt.
Bis a. u. 74 (1933) verlief das Leben in der Brema in Ruhe und Frieden
und in eifriger Arbeit zum Wohle der Allschlaraffia. Als die Brema gerade
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mit den Vorarbeiten für ihr 50. Stiftungsfest beschäftigt war, erfolgte in
Deutschland der politische Umbruch, der auch die Brema zwang, die Beziehun~
gen zu den außerdeutschen Schlaraffenreychen zu lösen. Das Stiftungsfest war
deshalb zu einem Lokalgeschehen herabgesunken. Zuvor vertrat Eb.~Hekt.
IlIing auf der Legatentagung der reichsdeutschen Reyche in Lipsia die Brema
und zugleich die h. Suerüla, ebenso auf dem IL Konzil a. u. 74 (1933) in der
Lipsia. -
Es brach nun die trostlose, uhu finstere Zeit herein. Aber das kleine,
treue, übrig gebliebene Häuflein von Uhujüngern sippte unentwegt in der
Vorburg weiter, und die Zahl der verliehenen Jahrungsringe war nie größer
als in diesen Jahren bis zum Ende der deutschen Schlaraffia am 28. 2. a. u. 78
(1937). Aber auch jetzt führten die Sassen der Brema ihre Zusammenkünfte
in einer durch einen Vorhang abgeschlossenen Ecke emes offenen Lokals
jeden Freitag, im Sommer und Winter, echt schlaraffisch durch.
Sofort nach dem Zusammenbruch (1945) wurde unter Leitung der Eb.~Hkt.
Ill/ng am Wiedererstehen gearbeitet, und a. u. 87 (1946) konnten, wenn
auch nur in kleinem Kreise, die Sippungen wieder eröffnet werden. Brema
war von Anfang an auf der Karlsruher Maientagung, die ein Wiedererstehen
der deutschen Schlaraffia bezweckte, mit Herz und Seele dabei, vertreten
durch Eb.~Hekt. IIliHg. Diesem war es sogar vergönnt, als stellvertretender
Vorsitzender des SRD die Geschickte der deutschen Schlaraffia mitzubestimmen.
Bei der Neuwahl mußte er wegen seines hohen Alters eine Wiederwahl leider
ablehnen.
Auf II1IHg'5 Betreiben trat am 21. 3. a. u. 90 (1949) die dritte Tochter der
Brema, das Castellum Verdense, ins Leben.
Ein selten prächtiges Fest war die Freundschafts- und Bastasippung Aquae
Thermae~Brema am 8. 11. a. u. 93 (1952) anläßlich der Verleihung des Basta­
Ordens 1. Klasse an den damaligen Kantzelar R. Carrasdt (Dr. Wilhelm
Persen, jun.). 52 Reyche mit über 400 Gastrecken ritten in die burgartig
ausgestattete Festburg ein. Besonders eindrucksvoll war für die ausländischen
Freunde der Empfang durch den Bremer Senat im ehrwürdigen Saal des alten
Bremer Rathauses.
Am 17. 10. a. u. 94 (1953) celebrierte die Brema ihr 70. Stiftungsfest
unter der Funktion der Hktn. Unser Illing, FesteHtsdtlosseH (Albert MiIle­
ville) und Herzzelm (Dr. Amold Hugemann). Es war ein Fest, das sich der
alten Tradition der Brema würdig zeigte!
Zu einer Zeit, als Allschlaraffia noch nicht wiedererstanden war, veranlaßte
der Kantzler R. Carrasdt die Freundschaftssippungen Berna -
Castellum
Noricum
Brema unter dem Motto: "Landesverbände, 3 Reyche, eine All­
schlaraffische Freundschaft!" Auf Anregung der Brema wurden auch die "Han~
seatensippungen" durchgeführt in der Brema (a. u. 97 (1956), in der Lubeca
(a. u. 98 (1957), und in der Hammonia Ca. u. 99 [1958]). Diese Hanseaten­
sippungen werden iIl Zukunft mit den Freundschaftssippungen der Nordreyche
auf Anregung der Eb.-Hkt. Herzzetm zu einer großen alljährlichen Freund­
schaftssippung aller nordischen Reyche vereinigt.
Am 15. 1. a. u. 96 (1955) konnte die Bl'ema zu ihrer größten Freude die
Großursippenfeyer ihrer Eb.~Hkt. Unser IIIiHg begehen, der 50 Jahrungen
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der Schlaraffia angehörte und 42 Jahrungen vom Throne aus die Geschicke
der Brema leitete und während dieser 50 Jahrungen nicht eine
Sippung
versäumt hatte.
Zwei Jahrungen später konnte die Brema ihrer Eb.-Hkt. Ukl (Wilhelm
Uhlhorn), der 25 Jahrungen auf dem Thron fungiert hatte, dem Eb.-C. und
J. Deister (Felix Krause) und R. Baron von De-Most'Henes (Willi Kunz) den
Großursippenorden verleihen sowie Hkt. Herzzekn zur Eb.-Hekt., Sch. Propa­
QHad< (Hugo Frosch) zum Eb.-Sch. und R. Tsdjin (Hans Paweletz) zum Eb.
erküren und ihnen für ihre schlaraffische Treue danken.
Eine besondere enge Freundschaft verbindet die Brema mit ihren Töchtern
Castellum Visurgis und Castellum Verdense, sodaß auf jeder Sippung drei
Reyche Sassen der beiden anderen einreiten. Die 3. Tochter Orbaha Chattensis
wird aber trotz ihrer weiten Entfernung nicht minder geliebt.
Ein unersetzlicher Verlust traf die Brema durch den Ahallaritt ihrer Eb-Hekt.
Unser Illing der Beste. Am 21. 2. a. u. 99 (1958) celebrierte die Brema ihrem
IlUng eine würdige Ahallafeyer, auf der Eb-Hekt. Herzzelm die Bedeutung
Illing's für das Reych Brema und der Vertreter des SRD, Eb-Hkt. Urian,
seine Bedeutung für Allschlaraffia den Sassen der Brema und den zahlreich
eingerittenen Gastrecken vor Augen stellte.
Auch sonst hat OHO's Tücke die Brema in den JahrUllgen 98 und 99 be­
sonders schwer getroffen; hatten doch viele illustre Sassen den letzten Ritt
in Ahallas lichte Gefilde anzutreten: Ukl, Kali (Carl Herzog), Festentsc11lossen,
Noc (Gerhard Schumann), Hagen (Otto Stichert) und Leul~oplast (Justus Ott).
Der Abschluß dieser von OHO getrübten Winterung war jedoch das freudige
Ereignis der Ursippenfeyer für den Hauspoeten der Brema R. Purzel (William
Western).
Am 18. 10. a. u. 99 (1958) celebrierte die Brema ihr 75. Stiftungsfest in
gewohnter festlicher Weise.
Nr.53 HAI D E L B ERG A (HeideIberg)
gegründet 20. 10. a. u. 24 (1883)
Unter dem Dutzend neuer Colonien, die im 24. schlaraffi­
schen Jahr (1883) im aufsteigenden Deutschen Reich ent­
standen, befand sich auch die am 20. des Lethemonds ge­
gründete Haidelberga. Ihre Gründer waren die Ritter Ana­

[… Fortsetzung im Originalband]
Quelle: Chronik Band I, S. 502-504