Altenhoffen

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 379 — Altenhoffen. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

379 Altenhoffen
Der Chronist des letzten Bandes der Chronik schließt mit der Feststellung, dass die allmonatlichen
SommerKrystallinen mit den Sassen aus Feldkirchen eine neue Facette bekommen haben und dass
die dezentrale Lage Altenhoffens dem gestifteten Orden „Stern des Südens” entgegen wirke.
Durch den regen Zuwachs an eigenen Sassen, sowie die zahlreichen Eintritte von Sassen befreun-
deter Reyche, kann ein Nachteil der dezentralen Lage Altenhoffens nicht mehr aufrecht erhalten
bleiben. Durch die vielen Eintritte wurde unsere Burg im Gasthof Treibacher-Hof bald zu klein. Vom
Hospes wurde ein Nebenraum adaptiert, der unsere Burg nahezu verdoppelte. Der einzige Nachteil
war, dass es nun eine linke und eine rechte Reychshälfte gab, wobei sich die Sassen der beiden
Reychshälften nicht sahen. Dieser Umstand war aber Anlass zu zahlreichen Fechsungen und Wort-
meldungen. Da auch die Lüftung oft ausfiel und die Räume sehr niedrig waren, wurden von einigen
Sassen bereits Gedanken für eine neue Burg laut.
Ein schmerzlicher Verlust für unser Reych war der Ahallaritt von Rt Malthari am 22.10. a.U. 132. Er
war nicht nur Gründungsritter sondern mit Leib und Seele Schlaraffe. Er war die Seele unseres Bun-
des und wurde ihm ob seiner großen Verdienste der ehrenvolle Titul „Unser” verliehen. Doch Schla-
raffia Altenhoffen lebte weiter, zahlreiche neue Sassen wurden in unserem Bund aufgenommen. Da-
bei waren wieder einige Feldkirchner sowie St. Veiter, sodass der Sassenstand sich bis heute auf 43
erhöhte. Seitens der Feldkirchner Viererbande wurden jährlich Viererbandensippungen veranstaltet,
die sich großen Zuspruches auswärtiger Sassen erfreuten. Abgesehen von den obligaten Sippungen
und Krystallinen war unser Reych auch sportlich sehr aktiv. Seit vielen Jahrungen nehmen wir an den
Uhulympischen Spielen teil und heimsen zahlreiche Siegespreise ein. Vom 21.-23.4. a.U. 147 wurden
von unserem Reych auf der Turrach die Uhulympischen Spiele durchgeführt, die in jeder Hinsicht
ein voller Erfolg waren. Am 17.11. a.U. 142 feierten wir in unserer neuen Burg das 50. Stiftungsfest,
das von sehr vielen Sassen besucht wurde. Erwähnenswert in unserem Reych wäre noch die Einrich-
tung der Opposition, die aus den „Roten Hunden” der Urschlaraffen hervorgegangen ist. Alljährlich
wird eine Oppo-Sippung veranstaltet, die bereits fixer Bestandteil der Sippungsfolge ist. Offensicht-
lich stellt die Aufnahme in die Oppo einen Schritt auf der Karriereleiter dar, denn zahlreiche Oppo-
ritter wurden bereits auf den Thron gewählt. Durch die vielen Einritte sowie die Beengtheit der Burg,
wurde der Wunsch nach einer neuen Burg immer lauter. So waren es Sassen der Viererbande und
Rt Sindbart, die sich um die Ausforschung einer neuen Burg bemühten. Letztendlich war es aber
Rt Schrott, der den letzten Anstoß gab, in dem er berichtete, dass in der Nähe seiner Heimburg ein
neuer Saal im Schloss Silberegg adaptiert wurde, der für eine neue Burg ideal wäre.
Eine überwältigende Mehrheit stimmte für die neue Burg. Nach den notwendigen Adaptierungs-
arbeiten und Schmücken der Burg, wurde diese am 5.10. a.U. 140 im Zuge der Eröffnungssippung
eingeweiht. Seit Beziehen dieser Burg haben die Einritte stark zugenommen und waren bislang alle
eingerittenen Sassen von der neuen Burg begeistert. Wir sippen nun bereits die 9. Jahrung in dieser
Burg und hat die Euphorie, die das gesamte Reych ergriffen hat, bis heute nicht nachgelassen.
Abgesehen von der stattlichen Anzahl an Junkern, Knappen und Jungrittern, sind auch etliche dabei,
die mit Begeisterung und Elan unser schlaraffisches Spiel weiter betreiben und an Ausrittsfreudig-
keit nicht zu wünschen offen lassen. Aufgrund dieser Aufbruchsstimmung, die durch die neue Burg
hervorgerufen wurde, sowie die äußerst aktive Junkertafel, ist uns um die Zukunft unserer lieben
Schlaraffia Altenhoffen nicht mehr bang. Wir wünschen unserem Reych für die nächsten Generatio-
nen ein kräftiges Wachsen, Blühen und Gedeihen.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
380 Castellum Erolatium
In diesem Vierteljahrhundert fanden in unserem Reych einige herausragende Sippungen statt, so
am 25.1. a.U. 130 die feierliche 1.000 Sippung, am 11.5. a.U. 136 das 40. Stiftungsfest und am 19.4.
a.U. 138 die 1.250 Sippung, zelebriert mit allen ehemaligen Urschlaraffen-Reychen als 25-jähriges
Jubiläum der Zugehörigkeit zu Allschlaraffia in besonders festlichem Rahmen mit Burgfrauen im
h.R. Graetz an der Mur. Der absolute Höhepunkt war aber das 50. Stiftungsfest am 15.10. a.U. 146
im Kulturhaus Römerfeld, zu dem 102 Freunde aus 39 Reychen mit Burgfrauen und Tross kamen
und sich an einer wunderbaren Festsippung erfreuten. Wenige Wochen später feierte das Reych die
1.500 Sippung in Verbindung mit der GU-Feier für die Rt Don Pastorale und Rt Exaktus – dieser für
50 Jahre Treue zu Schlaraffia. Weitere GU-Feiern konnten wir in diesen 25 Jahren celebrieren (126
der Rt Aff-rick, 132 der Rt Peli-Khan, 139 der Rt Bohrefest, 141 der Rt Ahoi, 142 der Rt Grand Lux, 146
der Rt Schmirl und 148 der Rt Gatt). Besondere Ehrungen wurden auch fünf unserer Sassen durch
die Verleihung der Würde eines Basta-Ritters zuteil (126 Rtt Leim und Flores-Tan (beide Kl. I), 132
Rt Dachl-Fürst (Kl. II), 139 Rt Bohrefest (Kl. I) und 144 Rt Don Pastorale (Kl. II). Die Traditionssip-
pung „Winterreiter rasten zu Garsteneck”, die unsere große Verbundenheit mit den germanischen
Reychen, insbesondere mit dem h. R. Kyborgia zum Ausdruck bringt, brachte uns alljährlich viele
Einritte. Die Idee einer Eisenwurzen-Sippung und die Stiftung eines Ordens „Ritter von der Eisen-
wurzen” ging noch auf die Anregung von unserem ErbO Rt Schnauz zurück, wurde erstmals a.U.
125 konzipiert und am 14.1. a.U. 135 auf der Styrapurkh von den sechs Eisenwurzen-Reychen in die
endgültige Form gegossen. Die erste Sippung fand im Lethemond a.U. 133 im h. R. Ferrochalybbsia
statt und wurde dann immer abwechselnd von einem der Eisenwurzen-Reyche ausgerichtet. Unser
Reych hat seitdem 3 dieser Sippungen jeweils im historischen Umfeld des alten Waldhammers der
Fa. Schröckenfux in Rossleithen, wo heute noch Sensen erzeugt werden, durchgeführt. Am 18.2.
a.U. 139 wurde in unserem Reych das erste Schneerosenturney abgehalten, eine Sippung zu Ehren
der in unseren Gemarkungen häufig vorkommenden lieblichen Blume. Der Sieger erhält den Titul
„Schneerosen…” und einen Wanderpreis. Seit a.U. 144 wird dieses Turney regelmäßig jedes zweite
Jahr celebriert. Auf Initiative unsere Hospes Rt Steak konnte am 13.12. a.U. 141 die 1. „Lethe und
Kas”-Sippung mit großem Erfolg abgehalten werden. Hervorragende weiße und rote Lethe mit dem
dazupassenden Käse wurde mit den entsprechenden Erklärungen von Rt Steak genossen. Da diese
Art von Sippung sehr gut ankam, wird sie nun jede Jahrung, neuerdings im Eismond abgehalten.
Auf Initiative unseres Rt Bit wurde ein eigener Einritt-Ahne in Form einer Sense für 25 Einritte in
unserem Reych geschaffen. Für je weitere 25 Einritte gibt es dann eine kleine Sense als Anhän-
ger. Da sich Castellum Erolatium fast in jeder Sippung über zahlreiche Einritte freuen darf, gibt es
schon zahlreiche Träger dieses Einritt-Ahnen. Rekordhalter ist derzeit unser ER Kondor (381) mit
284 Einritten. Somit hat er bereits 10 kleine Zusatzsensen erhalten, aber auch unser ER Viedocus
(361) steht ihm mit 265 Einritten nur wenig nach. Ein besonderes Markenzeichen unseres Reyches,
viel bewundert und gelobt, war in dieser Zeit (a.U. 131-147) das von unserem Rt Schmirl kunstvoll
gefechste Schmierbuch. Nicht nur seine wunderbar zum jeweiligen Sippungsthema gestalteten Kle-
xereien, sondern auch die hervorragend dazu passenden Verse wurden von vielen Einreitern immer
wieder als einmalig im Uhuversum bezeichnet. Leider hat Oho unseren Rt Schmirl seit einig

[… Fortsetzung im Originalband]
Quelle: Chronik Band IV, S. 464-465