Reych Nr. 411

Kästner, Erich

Unbekannt ·J-L

Beschreibung

Kästner, Erich Dr. (auch Kurtz, Melchior) (auch Neumann, Robert)
Titel: Emil der lyrische Hausapotheker
Reych: Nr. 411 Dresa florentis (Dresden), erk. 07.02.153
Geb.: 23.02.1899 in Dresden
Gest.: 29.07.1974 in München

Volltext

deutscher Schriftsteller Erich Kästner kam als Sohn eines Sattlermeisters zur Welt. Nach dem ersten Weltkrieg holte er sein Abitur nach und studierte an den Universitäten Leipzig, Rostock und Berlin Germanistik und Philosophie. Er promovierte mit einer Arbeit über „Friedrich II. und die deutsche Literatur". Seit 1927 war er als Journalist und freier Schriftsteller tätig. Kritik an Gesellschaft und Militär bestimmten seine Schriften. Aber bereits in seinem Roman „Fabian“ zeigt sich eine andere Seite, die persönliche Empfindsamkeit. Mit seinen Kinderromanen „Pünktchen und Anton", „Das fliegende Klassenzimmer", „Emil und die Detektive" und „Das doppelte Lottchen" reiht sich Kästner in die Reihe der Schriftsteller der „Neuen Sachlichkeit" ein. Diese Erzählungen zeigen die Realitäten der Großstadtkinder dieser Zeit. Im Dritten Reich wurden Kästners Werke zum Teil verboten, aber das Ausland riss sich um seine Bücher. Das Kriegsende in Österreich verbringend, wurde Kästner 1945-48 Feuilletonchef der „Neuen Zeitung" in München, 1946-48 Herausgeber der Stuttgarter Jugendzeitung „Pinguin“ und Hausdichter des Münchner Kabaretts „Die Schaubude" und „Die kleine Freiheit". Er war ein treffsicherer Satiriker, wenn er Zeitgenossen und Zeitgeschehen kritisierte, aber eigentlich nie bissig. Von 1957 bis 1962 stand Kästner dem deutschen Pen-Club als Präsident vor. Zwischen 1955 und 1970 würdigten zahlreiche Preise und Auszeichnungen Kästners Schaffen: Der „Büchner Preis", „Kunstpreis der Stadt München", „Ehrenpreis der Stadt München", die „H.C. Anderson - Medaille" und viele andere. Weitere Werke von ihm: 1928 eine humoristisch-satirische Gedichtsammlung unter dem Titel „Herz auf Taille", 1929 „Lärm im Spiegel", 1935 „Drei Männer im Schnee", 1956 ein Drama „Die Schule der Diktatoren" und schließlich 1957 seine Erinnerungen „Als ich ein kleiner Junge war". (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt