Landesverband
Deutschland
Vor allen Statistiken und Daten gilt es, gleich zu Beginn ein besonderes Ereignis hervorzuheben: Die
Wiedervereinigung Deutschlands!
Dieses zugegebenermaßen hochpolitische Ereignis hatte unmittelbar hocherfreuliche, schlaraffi-
sche Auswirkungen. Wurde bisher - teils hinter vorgehaltener Hand - über die „im Verborgenen
blühenden“ Reyche gesprochen, so konnte nun in aller Offenheit, verbunden mit mannigfaltigen
Reise- und sonstigen Kontakttätigkeiten, das schlaraffische Spiel grenzenlose Urstände feiern.
Dies konnte natürlich (?) nicht ohne Reglementierung geschehen - schließlich muss ja alles seine
Ordnung haben ! Worauf manche Freude oder Begeisterung diesen oder jenen Dämpfer erhielten.
Im Ergebnis aber können wir voller Freude die Reyche Lipsia (3), Suerina (79), Vimaria (85), Erforda
(109), Potsdamia (111), Budissa (136), Castrum Plaviense (172), Geraha (291), Dresa florentis (411),
Meinung´a (413) und Hala salensis (417) in aller Freundschaft begrüßen!
Gleichwohl bedarf es besonders in diesen Regionen des Landesverbandes noch sehr reger Aktivi-
täten. Auch gilt es, in einigen Städten früherer Schlaraffenreyche dem Uhu neue Nester zu bauen.
Im Zusammenhang mit der Wiedervereinigung tauchten beschlagnahmte schlaraffische Doku-
mente und Utensilien auf, für deren Verteilung und/oder Unterbringung Regelungen gefunden
werden mussten. Dabei ist auch an dieser Stelle Rt Shin-Shu der Bonn-aparte (ASR 126-138) ganz
besonderes Lob und herzlicher Dank für seine anstrengende und hervorragende Leistung auszu-
sprechen. Ihm ist es als Sonderbeauftragtem für Restitutionsfragen im Landesverband gelungen,
im Namen des Landesverbandes mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz den Depositalvertrag
vom 24.7.2000 zu schließen, der die sachgemäße Aufbewahrung, Ordnung und Verzeichnung der
Archivalien sicherstellt.
Als „Nebenprodukt“ hat Rt Shin-Shu, der in diesen Tagen der Berichtsverfassung sein Amt als
Sonderbeauftragter aus Altersgründen niedergelegt hat, eine lesenswerte Dokumentation über den
traurigsten Zeitabschnitt unseres Bundes, nämlich die Zeit von a.U. 74 bis 78 = 1933 bis 1937
verfasst.
Neben den Reychen im Osten unseres Landesverbandes bedürfen auch die Reyche außerhalb
Deutschlands, nämlich Castrum Siamesiae (383), Lulutetia Parisiorum (385), Pertha Australika
(416) und Brucsella (418) besonderer Aufmerksamkeit.
Mit großer Freude durften wir im Landesverband die Aufnahme folgender Reyche feiern: Sugam-
bria (398), Zu den Teutschherren (399), Im Suerland (401), In Frundsbergs Mauern (410), Dresa
florentis (411), Varelia achtern Diek (412), Meinung´a (413), Pertha Australika (416), Hala Salensis
(417), Brucsella (418), Unter´m Mehlsack (420) und In der Weyden (421).
Neben dem Aufblühen der Reyche im Landesverband - positive Steigerung der Mitgliederzahl im
Berichtszeitraum um 686 Sassen - ist der Verlust des Reyches Kobea Japonika (284), erloschen
a. U. 145, zu beklagen.
Der Landesverband hatte im Berichtszeitraum (125-149) zweimal den Vorsitz im Verband Allschla-
raffia®, verbunden mit der Ausrichtung der Concile zu Berolina und Colonia Agrippina. Vorsitzende
waren die Rtt Florett der Rostratege (120-125) und Inkasso der B´Asketische (135-140).
Aus den Reihen des Deutschen Schlaraffenrates waren/wurden im Berichtszeitraum folgende Ritter
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1. Vorsitzende des Landesverbands : Rt Florett (bis 126), Rt Arborelli (bis 132), Rt Inkasso (bis 144)
und Rt Van der Goschen (ab 144).
Die weiteren zweiten und dritten Vorsitzenden des Landesverbandes waren die Rtt Jur-Ass, Shin-
Shu und Comet und sind zur Zeit die Rtt Salomon und Don Miguel.
Auf dem Deutschen Schlaraffentag zu Aschaffenburg (Asciburgia) a.U. 147 wurden die Satzungen
des Landesverbandes dahin abgeändert, dass der Jahresturnus des Schlaraffentages auf 5 Jahre
verlängert wurde und regelmäßig nach dem Concil stattfindet. Damit wollte der Landesverband ein
Zeichen setzen, dass das Concil rechtlich und schlaraffisch Vorrang hat.
Als Konsequenz aus der zeitlichen Erweiterung hat der Vorstand des Landesverbandes die Infor-
mationspolitik erweitert; so wird für alle Sassen im Landesverband regelmäßig jährlich die geprüfte
Bilanz in DSZ veröffentlicht.
Salomon (8)
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Landesverband
Helvetica
Die vergangenen fünf Concilsperioden, von a.U. 126 - 150, umfassen einen Zeitraum, der im profa-
nen Umfeld von Ereignissen mitgestaltet wurde, die von unserem Landesverband mitunter sorgfäl-
tig zu erwägende Reaktionen forderten. Der profane Zeitgeist suggerierte uns Umbruch, Wandlung,
Fortschritt und drängte die Menschheit aus den Auen gesellschaftlicher Traditionen in die Nebel
divergierender Weltanschauungen.
Auch wenn sich der verflossene Zeitraum auf der Ebene von Forschung und Technik im Banne
enormer Errungenschaften spiegelte und viele Mysterien eine wissenschaftliche Klärung fanden,
an den Regelmechanismen der Natur, und den in ihnen eingelagerten Lebensvoraussetzungen,
änderte sich wenig bis nichts.
Unter diesen Vorgaben hat unser Landesverband seine Beiträge an die Vitalität unseres Weltbundes
geleistet. Er organisierte zwei Allschlaraffische Concile, das XX. zu Basilea a.U. 130 und das XXIII. zu
Lulucerna a.U. 145. Beide reihten sich, was Gestaltung und Durchführung betrifft, nahtlos in diese
jede Concilsperiode abschließenden Großanlässe ein.
Als Vorläufer zum Concil zu Basilea ging - einmalig in ihrer Aufmachung - eine „Dreiburgen-Sip-
pung“ in Szene, die, symbolisch für den Standort im Dreiländereck, von den Reychen Basilea (25),
Sacrodunum (351) und Lulutetia Parisiorum (385) gemeinsam gestaltet wurde. Zudem bereicherte
eine Ausstellung kunstschaffender Schlaraffen das Concil. Unter der professionellen Regie von Rt
Fitzliputzli (76) erfreute schließlich eine fulminante Festsippung Sassen samt Tross, 3.500 an der
Zahl. Das Concil zu Lulucerna stand im Zeichen einer schwergewichtigen Legatentagung. Deren
Teilnehmer befreiten sich dann in einer eindrücklichen Festsippung unter den Schwingen Uhus von
der Last einer umfangreichen Spiegelrevision, und am Sonntagmorgen genossen sie als letzten
Höhepunkt des von 2.400 Sassen samt Tross besuchten Grossanlasses eine folkloristisch geprägte
„Frühschoppen-Sippung; sie wurde herzerfrischend moderiert von Jk Sepp (324), bekannt als Co-
Moderator der Eurovisionssendung „Musikantenstadl“.
Der Landesverband Schlaraffia Helvetica wird traditionellerweise während einer Dreijahresperiode
von einem der helvetischen Reyche als sogenannter „Vorort“ geführt. In der Berichtsperiode waren
dies:
a.U. 124 - 127
Berna (70)
Landesvater: Rt Codex
a.U. 127 - 130
Gallia Helvetica (153)
Landesvater: Rt Raetus
a.U. 130 - 133
Lulucerna (324)
Landesvater: Rt Ton Cla-vi-ro
a.U. 133 - 136
Aquae Helveticae (325)
Landesvater: Rt C-Mentor
a.U. 136 - 139
Castrum Solodurum (334) Landesvater: Rt Bodoni
a.U. 139 - 142
Castrum Locarnense (359) Landesvater: Rt Elevatus
a.U. 142 - 145
Turicensis (19)
Landesvater: Rt Panfex
a.U. 145 - 146
Basilea (25)
Landesvater: Rt Lällekönig
a.U. 146 - 149
Vitudurum (397)
Landesvater: Rt Goldschild
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